Bier-Krone geht in den Landkreis Starnberg

Bayerns neue Bierkönigin im Interview: „Auf Rosa getrimmt war ich noch nie“

+
Mit Thron und Krone : Lena Hochstraßer, 22, am Donnerstag bei ihrer Krönung zur Bayerischen Bierkönigin. Sie hat sich gegen eine Vielzahl von Bewerberinnen aus ganz Bayern durchgesetzt.

Höhenrain/München – Lena Hochstraßer, 22, ist Bayerns frischgekürte Bierkönigin. Gegen sechs weitere Finalistinnen setzte sich die Studentin aus Höhenrain bei Berg (Kreis Starnberg) am Donnerstag in München haushoch durch. Im Interview hat sie geredet, wie ihr der Schnabel gewachsen ist: auf Oberbayerisch.

Frau Hochstraßer, herzlichen Glückwunsch zur gewonnenen Wahl und Ihrem neuen Amt! Haben Sie die Krone über Nacht gleich aufbehalten?

Danke!(lacht) Nein, die Krone habe ich weggesperrt, damit ihr ja nichts passiert. Viel geschlafen habe ich eh nicht. Mit meinen Freundinnen war ich in der Nacht in München unterwegs, wir haben ein bisschen gefeiert.

Viele wollen als Kinder Prinzessin werden. Hat sich für Sie ein Mädchentraum erfüllt?

Naja, so auf Rosa getrimmt war ich noch nie, auch als kleines Mädchen nicht. Das Schöne an dieser Krone ist, dass das Bier dazugehört.

Zur Krone gibt es einen Dienstwagen

Woraus besteht die Ausrüstung einer Bierkönigin sonst noch?

Zu der Krone habe ich vom Brauerbund ein Charivari fürs Dirndl bekommen, einen schönen Steinkrug, einen Handyvertrag und ein Auto.

Ein Auto?

Einen 1er BMW, ja. Aber nur für meine Zeit als Bierkönigin. Ein Dienstwagen quasi. Damit ich zu den ganzen Terminen komme.

Gibt es welche, auf die Sie sich ganz besonders freuen?

Beim Oktoberfest oder beim Gäubodenfest in Straubing offiziell dabeizusein, ist schon toll. Aber es kommen so viele große und kleine Termine, auch international, von denen ich noch gar nichts weiß. Ich freue mich auf alle.

Sie singt, bastelt und pflegt bayerische Traditionen

Sie sind im Burschen- und im Trachtenverein, singen im Gospelchor, basteln hobbymäßig Trachten-Haarnadeln und bemalen Schützenscheiben. Was bleibt künftig im Terminstress auf der Strecke?

Als Bedienung arbeite ich auch noch (lacht). Das will ich weitermachen, so gut es zeitlich geht. Das Andere versuche ich alles unter einen Hut zu bekommen, aber es gehen bestimmt ein paar Anlässe flöten. Für ein Jahr kann ich das verkraften.

Im Studium, Romanistik mit Pädagogik im Nebenfach, stehen Sie vor dem Bachelor-Abschluss...

Ja, das passt perfekt, dadurch habe ich dann genug Zeit für die Termine als Bierkönigin.

In der Internetabstimmung haben Sie „nur“ den zweiten Platz belegt, dafür aber bei der finalen Gala mit Fachwissen zu Malzsorten und dem Brauprozess geglänzt. Hat das am Ende den Ausschlag für den Sieg gegeben?

Vielleicht. Es war sicher gut, dass ich mich auskenne und das auch auf der Bühne abrufen konnte. Am Ende konnte ich anscheinend beim Gesamteindruck überzeugen.

War es ein stressiger Donnerstagabend?

Nein, gar nicht. Wir Finalistinnen haben vorher zusammen zu Abend gegessen und auch ein Bier getrunken. Wir haben uns hinter der Bühne super verstanden. Es war alles ganz entspannt. Ein richtig schöner Abend.

„Oft mag ich ein ganz normales Helles“

Was ist Ihre Lieblings-Biersorte?

Jetzt, wenn wieder Biergartenwetter herrscht, ist natürlich ein Weißbier passender als ein Doppelbock. Das hängt ganz von der Situation ab. Oft mag ich einfach ein ganz normales Helles.

Zu viel Bier ist nicht ideal für die Figur. Haben Sie Angst vor einem Bierbauch?

Nein. Daran glaube ich nicht, also habe ich auch keine Angst (lacht). Außerdem kommt es immer darauf an, wie viel man zum Bier isst.

Auch interessant

Meistgelesen

Hohenlindenerin kämpft mit weichen Bandagen
Hohenlindenerin kämpft mit weichen Bandagen
Münchner Wirt übernimmt Traditionsgaststätte
Münchner Wirt übernimmt Traditionsgaststätte
Schwerer Unfall auf der Flughafentangente: Skoda kracht in Mercedes 
Schwerer Unfall auf der Flughafentangente: Skoda kracht in Mercedes 
Supermarkt stellt diesen ganz besonderen Kühlschrank auf - und wird dafür gefeiert
Supermarkt stellt diesen ganz besonderen Kühlschrank auf - und wird dafür gefeiert

Kommentare