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„Für alles und jeden da“: Engagierter Feuerwehrler stirbt mit nur 45 Jahren völlig überraschend

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Hilfsbereit und bescheiden: Stefan König (45, †), Vize-Kommandant der Feuerwehr Lengdorf.
Hilfsbereit und bescheiden: Stefan König (45, †), Vize-Kommandant der Feuerwehr Lengdorf. © ahu

Die Feuerwehr Lengdorf trauert um Stefan König. Der 2. Kommandant ist völlig überraschend im Alter von nur 45 Jahren verstorben.

Lengdorf Lengdorf trauert um den beliebten Feuerwehrmann Stefan König, der im Alter von nur 45 Jahren vollkommen überraschend gestorben ist. „Die Freiwillige Feuerwehr Lengdorf war sein Leben, seine zweite Familie“, sagt Kommandant Florian Bauer über seinen Stellvertreter. Besonders tragisch sei, dass der Feuerwehrmann, der als Rettungssanitäter selbst so vielen anderen geholfen habe, für sich selbst nichts habe tun können, sagt Bauer. Beim Erste-Hilfe-Einsatz konnten auch die Kameraden den 45-Jährigen nicht ins Leben zurückholen.

König, der am Fliegerhorst Erding Triebwerksmechaniker gelernt hat und später bei der MTU Aero Engines AG beschäftigt war, hat nicht nur berufliches Fachwissen in die Feuerwehr eingebracht. Seit seinem Beitritt als 17-Jähriger habe er großes Interesse und Präsenz gezeigt. „Stefan war immer für alles und jeden da und hat sich selbst nie in den Vordergrund gestellt“, lobt Bauer Hilfsbereitschaft und Bescheidenheit des Verstorbenen. In vielen Lehrgängen hat sich König zum Maschinisten, Atemschutzgeräteträger, Höhenretter und Gruppenführer weitergebildet.

Seine Kompetenz und Gewissenhaftigkeit blieben nicht unbemerkt, sie haben dazu geführt, dass König 2012 von seinen Kameraden zum Vizekommandanten gewählt wurde. Seitdem hat er sich für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses, die leistungsfähige Ausstattung des Fuhrparks und die Ausbildung der Kameraden eingesetzt. Stolz war König nicht nur auf das gute Bild, das die Wehr abgibt, auch die Nachwuchsarbeit mit Kinder- und Jugendgruppe war ihm wichtig. Seiner Verantwortung sei er immer perfekt nachgekommen, so Bauer.

„Wir sind fassungslos“, beschreibt der Kommandant die Trauer unter den Feuerwehrkameraden. „Wir verlieren einen guten Kameraden und Motor unserer Feuerwehr.“ Die Gedanken der Kameraden gälten den Eltern und der Schwester des Verstorbenen. „Lieber Kine, ruhe in Frieden, mia wern di vermissen“, schreibt die FFW Lengdorf auf ihrer Facebook-Seite. Anne Huber

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