Freundin findet sie noch lebend

Am Brauneck: Dachauerin stürzt 120 Meter in den Tod - Bergwacht berichtet Details

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Der Einsatzort im Zirkuskessel. Notarzt und Bergwacht-Einsatzleiter können nur noch den Tod feststellen.

Eine hatte Kreislaufprobleme, so beschlossen drei Freundinnen auf dem schmalen, steilen Weg umzukehren. Den Rückweg überlebte eine der drei Frauen nicht. Die Bergwacht berichtet jetzt Details:

Update, 14.27 Uhr - Die Bergwacht berichtet nun Details:

Demnach war die Bergwacht Lenggries bereits in der Nähe, weil zuvor eine junge Frau im Garland gestürzt war und sich schwer verletzt hatte. Weil sie sich am Rücken verletzt hatte, wurde sie mit dem Rettungshubschrauber Christoph Murnau geborgen.

Hubschrauber Christoph Murnau im Anflug auf die erste Unglücksstelle.

Während dieser erste Einsatz zu Ende ging, kam der Notruf über den Absturz der Dachauerin. Der Hubschrauber war noch in der Luft, konnte umkehren und zwei Bergwachtler zur Absturzstelle der Dachauerin fliegen. Sie war rund 100 Meter tief in ein steiles, felsdurchsetztes Wiesengelände gefallen. Die Bergwachtler reanimierten - doch vergeblich. Der Notarzt, der ebenfalls angeflogen worden war, konnte nur noch den Tod der 67-Jährigen feststellen. 

Zur Unfallaufnahme wurde ein Polizei Bergführer hinzugezogen. Zusammen mit der Bergwacht und einem Polizeihubschrauber wurde die Leiche geborgen. Die beiden Begleiterinnen der tödlich verunglückten Frau wurden von der Lenggrieser Bergwacht ins Tal gebracht und vom Kriseninterventionsteam (KID) der Bergwacht betreut.

Bergführer: Darum ist dieser Weg-Abschnitt so gefährlich

Der Unfall ereignete sich zwischen Tölzer Hütte und Idealhang am Brauneck. Die drei Frauen befanden sich vom Stangeneck bereits im Abstieg. Über einen Gradweg führte sie der Weg oberhalb des Zirkuskessels, der auch als Klettergebiet bekannt ist. Es handelt sich bei dem Steig um Alpines Gelände welches aber nicht extrem ist. Tückisch sei nur, so einer der Bergretter vor Ort, dass rechts und links des schmalen Weges Bäume und Wiesen zu sehen sind. 

„Wenn man ausrutscht, ist es tückisch“, sagt Sepp Bergmayr von der Bergwacht Lenggries. „Sobald du stürzt, kannst du den Fall nicht mehr stoppen.“ Bergmayr war einer der ersten Helfer an der Unglücksstelle. Er beschreibt den Weg als „für Ottonormalwanderer gut begehbar“. Die Frauen seien fit und angemessen ausgerüstet gewesen. Doch unterhalb des Gratwegs liegt der sogenannte Zirkuskessel, dessen steile Wiesen mit Felsabbrüchen durchsetzt sind, die bei Kletterern beliebt sind. Von dem schmalen Weg, der von Gras und Bäumen gesäumt ist, ist das kaum zu erkennen. „Man fühlt sich dort sicher und ahnt nicht, wie tief und steinig der Abgrund neben einem ist“, sagt Sepp Bergmayr von der Bergwacht.

Erstmeldung, 12.03 Uhr

Lenggries - Die Polizei Bad Tölz berichtet: Am Montag gegen 10.20 Uhr wanderte eine 67-jährige Frau aus Dachau mit zwei Freundinnen von der Gipfelstation der Brauneckbahn Richtung Achselköpfe. Als es der Dachauerin aufgrund eines Kreislaufproblems nicht gut ging, beschlossen die drei Frauen auf dem Kammweg umzudrehen. 

Auf einem kurzen, schmalen Wegabschnitt kam die Frau ins Stolpern und stürzte nach Süden hin etwa 120 Meter tief in ein steiles, teilweise felsdurchsetztes Gelände ab. Die 57-jährige Freundin aus München stieg zu der 67-jährigen ab und traf sie noch lebend an. Anmittelbar darauf jedoch verstarb die Frau aufgrund der Schwere der Verletzungen. 

Auch Reanimationsversuche seitens der Bergwacht, die sich aufgrund eines anderen Einsatzes in unmittelbarer Nähe befunden hatte und sofort am Unglücksort war, blieben vergebens. Die Münchnerin und ihre 59-jährige Freundin aus Gaißach blieben unverletzt. Die Verunglückte wurde von der Bergwacht Lenggries geborgen und ins Tal gebracht.

kmm

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