Einsatzreiches Wochenende

Oberhalb vom Sylvensteinsee: Münchner versteigen sich - Bergwacht rettet sie aus auswegloser Lage

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Am Klettergurt gesichert wurden die beiden Münchner Wanderer von der Lenggrieser Bergwacht nach unten geführt. 

Ein notgelandeter Gleitschirmflieger, gestürzte Skifahrer und zwei festsitzende Wanderer: Die Lenggrieser Bergwacht hatte ein arbeitsreiches Wochenende.

Lenggries– Als erstes war die Lenggrieser Bergwacht am Samstag auf der Piste am Brauneck gefordert. Eine Skifahrerin hatte sich bei einem Sturz eine sehr schmerzhafte Unterschenkelfraktur zugezogen. Nachdem der Lenggrieser Bergwachtnotarzt die Frau versorgt hatte, brachten sie die freiwilligen Bergretter im Ackja ins Tal.

Samstagnachmittag ging bei der Bergwacht dann die Meldung ein, dass ein Gleitschirmflieger hatte notlanden müssen. „Zwei andere Piloten hatten aus der Luft die dramatisch aussehende Landung in unwegsamem Gelände im Längental beobachtet und die Rettung alarmiert“, schildert Bergwacht-Sprecherin Sylvia Frei. Die Bergwacht rückte mit vier Mann aus, um zu Fuß beziehungsweise mit dem Skidoo nach dem Verunglückten zu suchen. Zwei weitere Bergretter hielten an Bord des Polizeihubschraubers Edelweiß 7 Ausschau nach dem Vermissten. Der Einsatz endete glimpflich: Der Bodentrupp stieß auf den Piloten, der unverletzt geblieben war und sich bereits auf den Nachhauseweg gemacht hatte.

Der Sonntag begann sportlich: Die Lenggrieser Bergwacht betreute das Firngleiterrennen des Alpenvereins. Dabei fahren die Teilnehmer vom Seekargipfelkreuz Richtung Lenggrieser Hütte. Ein 17-Jähriger stürzte dabei und verletzte sich an Kopf und Schulter. Die Retter übernahmen die Erstversorgung. Der Rettungshubschrauber brachte den jungen Mann dann in die Klinik. Daneben musste sich die Bergwacht noch um eine Frau kümmern, die ebenfalls beim Rennen gestürzt war und sich am Knie verletzt hatte sowie um drei Wintersportler mit Blessuren im Skigebiet Brauneck.

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Handy der Wanderer geortet

Der Sonntag endete dann mit einer Such- und Rettungsaktion oberhalb des Sylvensteinsees. Zwei Münchner Wanderer hatten sich dort laut Frei am Nachmittag im steilen Gelände verlaufen. „Die 27-jährige Frau und ihr 30-jähriger Begleiter wollten von der Geschiebesperre zum Falkenberg wandern und kamen dabei vom Weg ab“, schildert die Bergwacht-Sprecherin. Anstatt umzukehren, seien die beiden weitergegangen – bis sie schließlich an einem alten Murenabgang auf etwa 900 Höhenmetern oberhalb der Sylvensteinbrücke im weglosen und sehr steilen Gelände nicht mehr weiter kamen. Gegen 16.15 Uhr wählten die Münchner schließlich den Notruf.

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Die Bergwacht ortete das Handy der Wanderer. Die Helfer konnten die beiden aber auch von der anderen Uferseite aus sehen. Vier Lenggrieser Retter machten sich zu Fuß querfeldein an den Aufstieg und führten die beiden Münchner schließlich am Klettergurt gesichert nach unten. Gegen 18 Uhr erreichte die Gruppe den Parkplatz. Die beiden Wanderer blieben unverletzt.  

Quelle: Bergwacht Lenggries

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Ein Paar hatte eine Frühlings-Bergtour geplant. Am Ende aber steckten die Wanderer am Roß- und Buchstein im hüfthohen Schnee fest. Die Bergwacht Lenggries musste anrücken.

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