25 Kilometer Stau auf der A 99

In Baustelle gerast: Lkw-Fahrer stirbt in diesem Wrack

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Noch im völlig demolierten Führerhaus starb der Lkw-Fahrer. Er hatte ein Baustellenfahrzeug gerammt.

Aschheim - Ein schwerer Unfall hat noch am Donnerstagmorgen – über zwölf Stunden nach der Tragödie – für Chaos im Berufs- und Rückreiseverkehr gesorgt.

Auf der A 99 kam laut Münchner Merkur der 47-jährige Fahrer eines slowenischen Sattelzuges ums Leben, nachdem er fast ungebremst in ein Baustellenfahrzeug gerast war. Betroffen waren auch die B 471 und andere Ein- und Ausfallstraßen. Zwischenzeitlich staute es sich auf einer Länge von 25 Kilometern.

Laut Polizei war der Mann um 21.10 Uhr mit seinem Lkw, beladen mit Schrott und Metallabfall, zwischen der Anschlussstelle Aschheim und dem Autobahnkreuz München-Nord unterwegs. Dort ist der rechte Fahrstreifen für Bauarbeiten gesperrt. Die Autofahrer werden umgeleitet, mobile Verkehrszeichen machen auf die veränderte Straßenführung aufmerksam. Beides muss der Brummifahrer übersehen haben. Denn offensichtlich ungebremst fuhr er in die Absperrung und kollidierte mit einem Sicherungsanhänger.

Der Aufprall war so stark, dass der Fahrer eingeklemmt wurde. Obwohl Ersthelfer bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Reanimierungsmaßnahmen einleiteten, erlag er noch im Führerhaus seinen schweren Verletzungen. Warum der Sattelzug verunglückte, muss ein Sachverständiger klären. Der Schaden beträgt rund 140 000 Euro.

Für die Bergungsarbeiten wurde die Autobahn in Richtung Norden gesperrt. Einsatzkräfte leiteten den Verkehr über die Anschlussstelle Aschheim ab. Im Einsatz waren neben der Polizei und dem Technischen Hilfswerk München-Land auch 38 Kräfte der Feuerwehr Unterföhring sowie 28 der Feuerwehr Aschheim, unter der Leitung von Unterföhrings Kommandant Michael Spitzweg. Auch die Berufsfeuerwehr München, ein Notarzt und zwei Rettungswagen waren zur Unfallstelle geeilt. Die Komplett-Sperre der Autobahn wurde erst am Donnerstagmorgen, um 6.15 Uhr, aufgehoben. Zwischenzeitlich war der Stau auf eine länge von 25 Kilometern angewachsen. Ab 10.15 Uhr war die A 99 Ostumfahrung dann wieder frei befahrbar.

bw

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