Streik

Jeder zweite Lufthansa-Flug in München ausgefallen

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Die Flugbegleiter der Lufthansa streiken.

München - Weil Flugbegleiter der Lufthansa streiken, sind am Mittwoch in München rund 300 Starts und Landungen gestrichen worden. Geht es nach der Gewerkschaft, geht es bis Freitag so weiter.

Wegen des Flugbegleiter-Streiks bei der Lufthansa ist am Mittwoch die Hälfte der rund 600 Flüge von und nach München ausgefallen - und an diesem Donnerstag dürfte es genauso weitergehen, sagte eine Unternehmenssprecherin. Auf der Langstrecke seien am Mittwoch nur zwei statt 20 Lufthansa-Maschinen gestartet, nach Bombay und nach Hongkong. Auf der Kurz- und Mittelstrecke sehe es etwas besser aus, weil die ab München fliegenden Lufthansa-Töchter Cityline und Air Dolomiti nicht vom Ausstand des Kabinenpersonals betroffen seien.

Insgesamt wurden nach Unternehmensangaben 931 Lufthansa-Flüge in Frankfurt/Main, München und Düsseldorf annulliert - fast 96 000 Passagiere seien betroffen gewesen. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo hat angekündigt, bis einschließlich Freitag alle Lang- und Mittelstreckenflüge zu bestreiken.

Aufgerufen sind die Flugbegleiter an allen drei Crew-Standorten Frankfurt, München und Düsseldorf. München ist nach Frankfurt das wichtigste Drehkreuz der Fluggesellschaft, hier sind 5000 der 19 000 Lufthansa-Flugbegleiter stationiert.

Lufthansa war in der Nacht zum Mittwoch vor dem Arbeitsgericht Darmstadt mit einem Antrag auf einstweilige Verfügung gescheitert, den Ausstand in Frankfurt und München verbieten zu lassen. Ufo habe das Streikziel hinreichend bestimmt, urteilten die Richter.

Schon am Montag hatte die Lufthansa in München die Hälfte der geplanten Flüge streichen müssen. Am Dienstag waren nur 18 Langstreckenflüge ausgefallen.

Die Lufthansa hatte den rund 19 000 Flugbegleitern der Kerngesellschaft Lufthansa am Montag eine höhere Einmalzahlung für dieses Jahr und einen früheren Einstieg in den Vorruhestand angeboten. Allerdings müssten bei steigenden Kosten Strecken auf umkämpften Märkten überprüft werden. Ufo fasst dies als Drohung mit Jobabbau auf.

dpa

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