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„Frühe Eskalation“: Lufthansa-Streik trifft München voll - Fast alle Flüge gestrichen

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Von: Lukas Schierlinger

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Flugreisende im Terminal am Flughafen Franz Josef Strauß in München
Etwas ruhiger wird es am Mittwoch am Münchner Flughafen zugehen. © Frank Hoermann/Sven Simon/imago

Die Gewerkschaft Verdi hat zum Warnstreik aufgerufen. In München fallen daher am Mittwoch beinahe alle Lufthansa-Flüge aus.

München -  Die Lufthansa streicht wegen des Verdi-Warnstreiks am Mittwoch (27. Juli) nahezu das komplette Flugprogramm an ihren deutschen Drehkreuzen Frankfurt und München. Dies teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

München betroffen: Lufthansa-Flüge fallen wegen Streik ins Wasser

Die Gewerkschaft hat die rund 20.000 Bodenbeschäftigten zu flächendeckenden Arbeitsniederlegungen aufgerufen, um Druck in den laufenden Gehaltsverhandlungen aufzubauen. Um 3.45 Uhr soll das Bodenpersonal am Mittwoch seine Arbeit niederlegen und diese erst am Donnerstagmorgen (6 Uhr) wieder aufnehmen. In München sollen insgesamt 345 Flüge betroffen sein - mindestens.

„Die frühe Eskalation nach nur zwei Verhandlungstagen in einer bislang konstruktiv verlaufenden Tarifrunde richtet enorme Schäden an“, gab Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann zu Protokoll. Mit zusätzlichen Verzögerungen und Ausfällen am Donnerstag (tagsüber) und Freitag sei zu rechnen, hieß es. „Das betrifft vor allem unsere Fluggäste in der Hauptreisezeit. Und es belastet unsere Mitarbeitenden in einer ohnehin schwierigen Phase des Luftverkehrs zusätzlich stark“, kritisierte Niggemann.

Lufthansa-Streik nach erheblichem Flughafen-Chaos: Streit über Ursachen

Der erste Streik bei Lufthansa nach dem Corona-Schock kommt vor dem Hintergrund eines teilweise chaotisch verlaufenen Neustarts der Branche. Personalengpässe und eine starke Urlaubsnachfrage haben schon ohne Streiks zu erheblichen Abfertigungsproblemen in diesem Sommer geführt.

Verdi macht dafür vor allem Missmanagement bei Flughäfen und Airlines verantwortlich. Der Lufthansa-Airline-Chef Jens Ritter sieht hingegen die erreichten Fortschritte durch die Streikankündigung infrage gestellt. Der Ausstand werde Kunden und Personal über den Streiktag hinaus belasten, sagte Ritter auf der Plattform LinkedIn. (dpa/lks)

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