Lebensgefahr

Mädchen (15) macht Foto auf den Gleisen: Zug bremst gerade noch

St. Koloman – In Lebensgefahr gebracht haben sich zwei 15-Jährige am S-Bahnhof St. Koloman. Eine stand mitten auf den Gleisen, um ein Foto zu machen. Die Bahn bremste gerade noch rechtzeitig. Jetzt droht den beiden Ärger.

Zu dem brisanten Zwischenfall kam es nach Angaben von Wolfgang Hauner von der Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof bereits am 8. Mai.

Der Triebfahrzeugführer einer S2 in Richtung Erding bemerkte gegen 15.15 Uhr eine Person, die mit weit ausgebreiteten Armen auf den Gleisen stand. Eine andere saß auf der Bahnsteigkante und ließ die Beine über den Schienen baumeln. Der Fahrer leitete eine Notbremsung ein. Nur weil er bereits vorher seine Geschwindigkeit reduziert hatte, blieb der Zug rechtzeitig stehen. Der Lokführer rief die Polizei.

Es handelte sich um zwei 15-Jährige Mädchen: Das eine Mädchen, das aus Wörth stammt und auf den Gleisen stand, gab an, sie habe ein Foto von ihrer Freundin aus Neuching machen wollen. Weiter sagte sie nach Angaben der Bundespolizei, dass sie nicht damit gerechnet habe, dass die S-Bahn pünktlich sei. Beide, so Hauner weiter, seien geständig und einsichtig gewesen. Trotzdem wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Zudem werden die beiden zu einem Präventionsgespräch in die Bundespolizei am Hauptbahnhof eingeladen.

Die Polizei warnt: Ein Zug, der sich mit 160 Km/h nähert, benötigt nur 2,27 Sekunden für 100 Meter. Der Bremsweg ist oft mehrere hundert Meter lang.

Hans Moritz

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