Mai-Wahnsinn rund um Dachau

Maibäume im Landkreis Dachau: Eindrücke in Text und Bild von 16 Maifeiern

Von Weichs bis Tandern, von Thahausen bis Biberbach: 16 Dörfer feierten am 1. Mai ihren neuen Maibaum. Wir waren bei allen dabei. Vor-Ort-Berichte und Bilder von jedem Fest.

Weichs: Für das Aufstellen des Maibaumes ist in Weichs seit Jahrzehnten der Trachtenverein D’Kreuzbergler zuständig. Der Baum wurde wie immer von den Mitgliedern gefällt, gehobelt, gestrichen und unter der Mithilfe vieler freiwilliger Helfer vor dem Rathaus aufgestellt. Gestiftet wurde das 23 Meter lange Prachtexemplar vom Landwirt Josef Lamprecht aus Daxberg. Anschließend folgte ein zünftiges Maibaumfest, das von den Weichser Böllerschützen offiziell eröffnet wurde. Wegen des Wetters hatte man eigens wieder ein großes Zelt aufgestellt, wo die Besucher zu den Klängen von Mitgliedern der Blasmusik Langenpettenbach die Speisen- und Kuchenschmankerl genießen konnten.

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Die schönsten Maibaum-Bilder aus ganz Oberbayern und alle Infos rund um die Faszination Maibaum gibt es hier.

Unterumbach

Vier Maibäume stehen in der Gemeinde Pfaffenhofen/Glonn. Neben dem Pfaffenhofener Baum wurde auch in Unterumbach ein neuer Maibaum aufgestellt. Rund 50 Mann packten an, um den 30 Meter langen Baum unter dem Kommando von Josef Axtner aufzustellen. Rund 75 Minuten Stunden brauchten die Helfer – abgesichert von einem Teleskoplader – um den Baum mit den „Schwaiberln“ aufzustellen. Die Maibaumchefs Andreas Kiemer und Markus Steinhart: „Es wurde wieder ganze Arbeit geleistet. Gestern um 15 Uhr wurde der Baum aus Gallenbach geholt, um 17.15 Uhr wurde mit den Arbeiten begonnen, die in der Nacht zum 1. Mai von rund 30 Helfern ausgeführt wurden“. Gestiftet hat den Baum Josef Neumair aus Gallenbach, der Schwiegervater von Andreas Kiemer. Nach getaner Arbeit ging es zum Mittagessen und Maifeier ins Unterumbacher Bürgerhaus.

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Biberbach

28 Meter lang ist der neue Maibaum, den die „Dorfgaudi“, unterstützt von starken Männern in Biberbach, nach altem Brauch ohne technische Hilfe aufgestellt hat. Gestiftet wurde der prächtige Baum von der Familie Lechner, Kommandogeber war Hubert Beyer. Gefeiert wurde direkt neben dem neuen Wahrzeichen des Ortes, auf der gesperrten Dorfstraße, wo mit Schweinebraten und Gegrilltem sowie Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl der vielen Gäste gesorgt wurde.

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Oberbachern

Punkt 11 Uhr war es geschafft, und der Maibaum stand an gewohnter Stelle am Wirtshaus Oberbachern. Gerade rechtzeitig, um mit Bürgermeister Simon Landmann anzustoßen. Es war eine Gemeinschaftsaktion der Dorfgemeinschaft Oberbachern mit vielen Zuschauern. Begonnen hatte der Festtag mit dem Weíßwurstfrühstück, es folgten das gemeinsame Mittagessen und Kaffee und Kuchen von den Oberbacherner Frauen.

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Prittlbach

Farbenfroh und mit viel Fantasie haben die Mitglieder des Katholischen Burschenvereins Prittlbach die Motivtafeln für den Maibaum wieder auf Vordermann gebracht. Gegen 10 Uhr begann gestern das Aufstellen des neuen Maibaums beim Gasthaus Wallner. Mit Hilfe eine Baggers wurde der Baum mit einer Länge von rund 27 Metern in die Höhe gehievt. Die Böllerschützen Ampermoching sorgten dafür, dass ganz Pirttlbach davon erfuhr. Der Vorsitzende des Burschenvereins, Mario König begrüßte neben vielen Zuschauern auch Bürgermeister Richard Reischl. Gespendet hat den Baum Bernhard Brandmair. Es war zwar nicht sehr warm, trotzdem nahmen die vielen Zuschauer gleich im Biergarten Platz, um sich eine frische Maß oder eine Brotzeit zu genehmigen.

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Eisenhofen

Bereits früh am Morgen starteten die Eisenhofer gestern in den 1. Mai. Unter der Federführung des Burschenvereins Eisenhofen wurde beim Gasthaus Gschwendtner mit vereinten Kräften der 35 Meter lange neue Maibaum aufgestellt. Der schweißtreibenden Arbeit folgte das traditionelle Dorffest, bei dem die zahlreichen Eisenhofer einen geselligen Nachmittag im Schatten des neuen Blickfangs verbrachten. 

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Eck

Im Jetzendorfer Gemeindeteil Eck hat die Dorfgemeinschaft einen neuen Maibaum aufgestellt. Der 28-Meter-Baum kommt aus dem Wald des Jetzendorfer Barons Sebastian von Freyberg und wurde gestiftet. Beim Aufstellen per Muskelkraft hat Lambert Glas das Kommando übernommen. Gefeiert wurde beim Raider, wo es sowohl Gegrilltes als auch Kaffee und Kuchen gab. 

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Sittenbach

Traditionell in den Farben blau-weiß erstrahlt der Maibaum, den die Sittenbacher vor dem Gasthof zum Bräu aufgestellt haben. „Er ist 28,5 Meter hoch“, erklärt Burschenchef Andreas Widmann. Mehr als 40 Burschen bereiteten den Baum vor. Auch der Madlverein hat tatkräftig mitgeholfen: Die 35 Mädls erneuerten die Malereien auf den 18 Taferln am Baum. Beim Aufstellen packte dann das ganze Dorf mit an: Mit reiner Muskelkraft hievten die Sittenbacher Männer den Baum nach oben, bevor anschließend gemeinsam gefeiert wurde. 

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Schwabhausen

Groß und schlank soll er sein – so die Vorstellung von einem „perfekten Maibaum“. Mit seinen 32 Metern erfüllt der Schwabhausener Baum diese Kriterien vollends. Die kräftigen Männer der Feuerwehr brachten mit vollem Einsatz den weiß-blau lackierten Stamm in die Höhe. So geschmeidig der Aufbau letztendlich war, so erforderte der Umstand, dass sich der Gasthof zur Post diesmal aus internen Gründen nur mit der Benutzung seiner Festwiese an der Logistik beteiligen konnte, neue Planungen. Der Burschen- und Madlverein hat die Getränkeversorgung übernommen, der Schützenverein deren Entsorgung mit der mobilen Sanitärlösung, während für das Frischwasser der TSV Schwabhausen Verantwortung übernahm. Die Hütte, die man vom Christkindlmarkt kennt, kam für die Schmankerl zum Einsatz. 

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Obermarbach

Ihren neunten Maibaum stellten die Obermarbacher auf. 30 Mann (Feuerwehr und Obermarbacher Burschen) waren eine Stunde lang damit beschäftigt. Der Baum, gespendet von der Familie Widmann, misst 25 Meter und wiegt 700 Kilo. Feuerwehrkommandant Herbert Mitulla: „Den Baum haben wir rund um die Uhr bewacht, auch eine reine Damenriege war eine Nacht mit dabei.“ Nach alter Tradition haben auch sie sich mit Kartenspielen und einem Tragerl Bier wachgehalten. Vier Landwirtsfamilien stellen abwechselnd den Maibaum zur Verfügung. 

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Oberroth

Die Oberrother Burschen hatten ihren 22,5 Meter hohen Maibaum mit Hilfe von Infrarot-Bewegungsmeldern erfolgreich bewacht und zeigten vollen Einsatz beim Aufstellen. Gut 1,2 Tonnen galt es, in die Senkrechte zu bringen. Auf der Fahrt vom Hof nahmen Gabriel und Johannes die Chance nochmal wahr, aufzusitzen. 

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Orthofen

Ungefähr mittig zwischen dem Elf- und dem Zwölf-Uhr-Läuten der Kirchenglocken stand in Orthofen der Maibaum auf seinem Platz. Die Dorfgemeinschaft Orthofen hat den etwa 30 Meter langen Baum mittels „Schmoiz“ in den Armen in die Höhe geschoben. Die Kommandos gab Josef Mertl. Hinterher feierte man gemeinsam beim Tonihansl unterm Fürdach. 

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Tandern

In Tanderns Mitte hat die Feuerwehr mit großer Schubkraft, unterstützt von rund 50 starken Männern den 30 Meter langen Maibaum aufgestellt. Gespendet wurde der Baum von Feuerwehrvorstand Peter Rieblinger. Bürgermeister Markus Hertlein packte selbst mit an. Mit einem zünftigen Fest und guter Bewirtung durch den Schlosswirt, und am Nachmitag mit Kaffee und Kuchen wurde zünftig gefeiert. 

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Indersdorf

Aus dem Wald von Josef Schlatterer aus Ottmarshart kommt der neue, 28 Meter lange Maibaum, den der „Feuchte Club“ in Indersdorf aufgestellt hat, der dabei vom örtlichen Burschen- und Madlverein unterstützt wurde. Dieser Verein wird künftig für das Maibaumaufstellen sorgen. Kommandogeber war Franz-Josef Hechtl, und in den Pausen unterhielt die Blaskapelle Albersbach-Indersdorf. Die große Maifeier fand im Reischl-Hof statt, wo für die Kinder eine Hüpfburg zur Verfügung stand. Mit dem Catering des Baderwirts von Langenpettenbach wurde für das leibliche Wohlergehen der vielen Gäste gesorgt. 

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Pasenbach

So wie hier in Pasenbach wurden im Landkreis Dachau zahlreiche neue Maibäume aufgestellt. Nach einer Stunde hieß es in Pasenbach „Baum steht!“. Der Burschenverein stellt den Maibaum traditionell mit Muskelkraft auf. Der 32 Meter lange Baum wird nun für die nächsten zwei Jahre den kleinen Dorfplatz zieren. Die letzten vier Tage wurde der Baum rund um die Uhr bewacht. Das Aufstellen des 32 Meter lange Baums wurde mit Bier und Schmankerln vom Grill gefeiert. 

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Thalhausen

Unter dem Kommando von Zimmerer Franz Augustin wurde in Thalhausen ein stolzerMaibaum aufgestellt. Der Burschenverein brachte den 31,50 Meter langen Baum per Muskelkraft in die Höhe. Hans Leopold hatte den Baum spendiert. Gleich daneben wurde dann kräftig gefeiert, wozu das ganze Dorf auf den Beinen war. Es wurden im Gemeindebereich Altomünster auch noch Maibäume in Pipinsried, Asbach und Röckersberg aufgestellt. 

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Rubriklistenbild: © Höltl

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