Tausende müssen anderen Weg nehmen

„Diese sechs Monate werden hart“: Wichtige Straße ein halbes Jahr dicht

Seit ein paar Tagen steht das Hinweisschild kurz vor der Waldkreuzung und warnt die Autofahrer schon mal vor der Umleitung, die von Pfingsten bis in den November hinein gilt.

Autofahrer und Anwohner vor Ort sind Kummer gewohnt, wenn es um den Verkehr geht. Doch diese sechs Monate werden besonders hart: Tausende müssen täglich einen anderen Weg nehmen.

Hadorf – Autofahrer und Anwohner in Starnberg sind Kummer gewohnt, wenn es um den Verkehr geht. Mit Beginn der Pfingstferien wird ihre Geduld vermutlich auf eine noch härtere Probe gestellt als ohnehin. Denn am 22. Mai beginnt der Umbau – und damit die Vollsperrung – der Kreisstraße STA3 am Gut Mamhofen. Das bedeutet für die knapp 5000 Auto-, Lkw- und Busfahrer, die täglich die Verbindung zwischen der Waldkreuzung und Hadorf nutzen: Sie müssen sich einen anderen Weg suchen. Viele von ihnen dürften auf der zu Stoßzeiten ohnehin überlasteten Hanfelder Straße landen oder auf der Riedeselstraße, um von dort weiter in Richtung Perchting, Aschering oder Andechs zu kommen.

„Die offizielle Umleitung erfolgt in beiden Fahrtrichtungen über die Hanfelder Straße und die B 2“, erklärt der für den Landkreis Starnberg zuständige Abteilungsleiter beim Staatlichen Bauamt Weilheim, Christian Probst, gegenüber dem Starnberger Merkur. Allerdings ist auch ihm klar, dass sich die Pendler immer den vermeintlich kürzesten Weg suchen.

Deutliche Entlastung in Aussicht

„Diese sechs Monate werden hart“, befürchtet Probst, stellt allen Verkehrsteilnehmern und Anwohnern mit dem Abschluss der Arbeiten aber eine deutliche Entlastung in Aussicht. Denn die „Verlegung bei Mamhofen“, wie das Projekt offiziell heißt, ist im Zusammenhang mit dem Bau der Starnberger Westumfahrung zu sehen. Beide Vorhaben sollen im November zeitgleich fertig werden. Anschließend werden die Hanfelder und auch die Söckinger Straße von Staatsstraßen zu Ortsstraßen abgestuft, was der Stadt Starnberg wiederum die Möglichkeit eröffnet, dort auch durch bauliche Veränderungen den Verkehrsfluss zu beeinflussen. Erste Pläne hierzu werden im Rathaus derzeit erarbeitet. Bürgermeisterin Eva John möchte die Überlegungen noch vor der Sommerpause den städtischen Gremien zur Beratung vorlegen.

Die „Verlegung bei Mamhofen“ besteht vor allem aus zwei Teilen. Die Waldkreuzung, die ja längst ein Kreisel ist, erhält einen sogenannten Bypass aus Richtung A 96/Gilching in Richtung Westumfahrung/Andechs. Das bedeutet, dass die Verkehrsteilnehmer dort künftig vorfahrtsberechtigt rechts am Kreisel vorbeifahren können, ohne anhalten zu müssen. Am Gut Mamhofen wird der kurvenreiche Verlauf der STA3 entschärft, sodass dort künftig Tempo 100 möglich sein soll.

Um zeitgleich mit der Westumfahrung fertig zu werden, lasse sich eine Komplettsperrung nicht vermeiden, sagt Probst und spielt auf den engen Zeitplan für die etwa 1,7 Kilometer lange und gut zwei Millionen Euro teure Baustelle an. Ausführende Firma ist Strommer/Schulz, die auch schon die Westumfahrung herstellt. „Das bringt gewisse Synergie-Effekte mit sich“, erklärt Probst. Beispielsweise könnten Erdmassen relativ unkompliziert von der einen zur anderen Baustelle gebracht werden. Die archäologischen Untersuchungen seien abgeschlossen – „es wurde nichts gefunden, was den Bau verzögern könnte“. Die für den neuen Straßenverlauf im Weg stehenden Bäume waren bereits zur Jahreswende gefällt worden.

Kreisel bei Perchting:3. Ast vor Anbindung

Unabhängig vom Beginn der Arbeiten bei Mamhofen gehen die Arbeiten an der Westumfahrung mit Volldampf weiter. Noch vor Pfingsten werde der dritte Ast an den neuen Kreisel zwischen Söcking und Perchting angebunden, sagt Probst. Dabei handelt es sich um die südliche Verbindung in Richtung Maxhofkreisel.

Sperrungenauch in Erling

Die Kanalbau- und Straßensanierungsarbeiten der Ortsdurchfahrt in Erling stehen derweil vor dem Abschluss. Noch diesen Monat werden die finalen Asphaltierungsarbeiten vorgenommen, erklärte gestern das Landratsamt Starnberg. Das führt an zwei Wochenenden zu Vollsperrungen: vom 18. bis 20. Mai der Starnberger Straße, vom 25. bis 27. Mai der Herrschinger Straße. In beiden Zeiträumen werden großräumige Umleitungen eingerichtet.

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