Streich artet aus

Mittelschüler hängen schlüpfrige Fotos auf - selbst der Bürgermeister ist fassungslos

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Ärger an der Haldenberg-Mittelschule in Mammendorf. (Archivbild)

Die Abschlussfeier an der Haldenberg-Mittelschule ist abgesagt worden. Der Grund: Schüler hatten in der Nacht auf Montag das Schulhaus verwüstet.

Mammendorf–  Mit Genehmigung von Rektorin Claudia Bülau hatte der Hausmeister einige der Schulabgänger am Sonntagabend ins Haus gelassen. Sie wollten dort anlässlich ihres Abschieds einen kleinen Streich vorbereiten. Doch das artete aus, auch weil wohl schulfremde Jugendliche dabei waren. 

Das Bild, das sich dann am Montag in der Früh bot, war laut Bürgermeister Josef Heckl „jenseits allen Anstands und guten Geschmacks“. 

Vize-Schulamtsdirektor Thomas Frey wird noch deutlicher. Er spricht von „heftigster Pornografie“. Nicht auszudenken, wenn Kinder der angeschlossenen Grundschule das gesehen hätten. „Das war ganz harter Tobak.“ Es wurden auch rechtsradikale Parolen an die Wand geschmiert.

„Für Spaß ist ja jeder zu haben, aber...“

Frey sagt, dass es üblich sei, Abschlussschüler zur Streichvorbereitung in Schulen zu lassen. „Das hat viele Jahre super funktioniert. Für Spaß ist ja jeder zu haben. Aber für so was nicht.“ Zumal, so Heckl, das Vertrauen von Rektorin, Lehrern und Hausmeister missbraucht worden sei. Die Schulleiterin bezeichnet den Vorfall als „niveaulos und inakzeptabel“.

Rektorin Bülau gab den Jugendlichen, mit denen man die Streichvorbereitung besprochen hatte, sogar noch eine Chance: Sie sollten die Verursacher benennen, ansonsten müsste sie die beiden Abschlussfeiern am Mittwoch und Donnerstag im Bürgerhaus für insgesamt über 100 Schüler aus fünf Klassen absagen. Man wollte vermeiden, dass alle bestraft werden.

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Manche Eltern äußern Kritik

Doch Namen wurden nicht genannt. Es ist nach wie vor unklar, wer die Übeltäter sind und wie viele es waren. Also sagte Claudia Bülau die Abschlussfeiern nach Rücksprache mit Schulamt, Lehrern, Elternbeirat und einigen Eltern ab. „Natürlich ist das schade“, sagt Frey vom Schulamt. „Aber ich kann die Entscheidung nachvollziehen.“ Die Schulleiterin habe sich wegen der Absage sogar beschimpfen lassen müssen.

Die Zeugnisse wurden am Freitag im Rahmen einer kleiner Feier in der Schule übergeben. Aus Teilen der Elternschaft wurde Enttäuschung und Kritik geäußert, dass man so kurzfristig bei der Zeugnisübergabe nicht dabei sein konnte und dass die Kommunikation aus der Schule heraus seit Montag schlecht war. Viele Eltern hatten aber auch Verständnis für die Entscheidung der Rektorin.

Mittlerweile ermittelt die Polizei trotzdem.

Ärger mit den Abistreichen

„Möge er in Frieden ruhen“ - Abiturienten in Pfaffenhofen schalteten aus Protest eine kuriose Todesanzeige. Aus dem Ruder gelaufen ist auch ein Abistreich in Dorfen. Es soll sogar Verletzte gegeben haben, berichtet Merkur.de. Im Germeringer Carl-Spitzweg-Gymnasium kam es im Juli im Rahmen der Abistreich-Vorbereitungen ebenfalls zu unschönen Szenen samt Vandalismus. Die Schule hat Anzeige bei der Polizei erstattet (Merkur.de).

Regelrecht legendär ist der Abistreich am Luitpold-Gymnasium in München aus dem Jahr 2015. Es gab eine Stripshow! 

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