An besonders gefährlicher Stelle

Mann rast mit 211 km/h über die Landstraße

Bergkirchen - Einen gefährlichen und verbotenen Geschwindigkeitsrekord hat ein 30-jähriger Mann aus dem Landkreis Dachau vor kurzem gebrochen. Mit 211 Stundenkilometern raste er über die B471.

Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck standen am Sonntag auf der B471 zwischen Oberschleißheim und dem Anschluss zur A8, um die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos zu messen. An diesem Streckenabschnitt kommt es laut Polizei immer wieder zu schweren Unfällen.

Kurz nach 15 Uhr ging ihnen dann ein besonders dicker Fisch ins Netz: Der 30-Jährige war mit einem "sehr leistungsstarken Pkw" mit 211 Stundenkilometern in Richtung Fürstenfeldbruck durch den Radar gerast. Zugelassen sind hier 100 Stundenkilometer. In der Polizei-Mitteilung ist von einem "verbotswidrigen und gefährlichen Geschwindigkeitsrekord" die Rede.

Der 30-jährige Autofahrer bekam dann bereits am nächsten Tag Besuch von den Beamten. Er ist erst einmal weg von der Straße: drei Monate Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg und das höchste Bußgeld, das der Katalog hergibt, also 600 Euro.

Der Bußgeld-Katalog für Temposünder

Bußgeld für Temposünder
Verwarnungsgeld, Bußgeld, Punkte oder Fahrverbot - Temposünder müssen mit einer Strafe rechnen. © dpa
Bußgeld für Temposünder
Wer in der Stadt 70 km/h zu viel auf dem Tacho zahlt 680 Euro, kassiert vier Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.  © dpa
Bußgeld für Temposünder
Der Bußgeld-Katalog © dpa
Bußgeld für Temposünder
Der Bußgeld-Katalog © dpa
Bußgeld für Temposünder
Das Geld liegt auf der Straße: Kritiker halten viele Radarfallen, besonders außerhalb von Gefahrenstellen, für Abzocke. „Bundesweit erwarten Kommunen für 2013 Blitzer-Einnahmen von mehr 600 Millionen Euro“, so Torsten Florian Singer, Sprecher der Initiative gemeinsam gegen Blitzerabzocke.   © Initiative gemeinsam gegen Blitzerabzocke
Uhu
Tausende Autofahrer sind 2012 auf einer Eifeler Landstraße in eine Radarfalle gerauscht und wurden bestraft. Eine Tempo-Sünderin klagte zwar erfolgreich gegen die Radarfalle, doch zum Schutz der nachtaktiven Uhus, die in Felsen an der Straße leben, gilt für Autofahrer mit Einbruch der Dämmerung und nachts Tempo 50 und tagsüber Tempo 70. © dpa
Das Warnen vor stationären Radarfallen ist nach der Straßenverkehrsordnung in Deutschland verboten. Auch bei Navigationsgeräte mit Warnfunktion droht eine saftige Strafe. Das Verbot gilt nach Angaben des ADAC für klassische Warngeräte und auch für Navigationsgeräte oder Mobiltelefone, die vor Blitzern warnen.
Das Warnen vor stationären Radarfallen ist nach der Straßenverkehrsordnung in Deutschland verboten. Auch bei Navigationsgeräte mit Warnfunktion droht eine saftige Strafe. Das Verbot gilt nach Angaben des ADAC für klassische Warngeräte und auch für Navigationsgeräte oder Mobiltelefone, die vor Blitzern warnen. © dpa
moderne Blitzer-Anlage
Wer trotz dieses Verbots ein solches Gerät betriebsbereit an Bord hat, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld von 75 Euro und vier Punkten in Flensburg rechnen. © dpa
Lichthupe
Das Warnen anderer Verkehrsteilnehmer mittels Handzeichen oder Schildern ist grundsätzlich nicht verboten. Sollten andere Verkehrsteilnehmer aber behindert oder abgelenkt werden, kann die Polizei das Warnen untersagen. Die häufige Praxis, mit der Lichthupe auf Blitzer aufmerksam zu machen, ist allerdings nicht erlaubt und wird mit einem Bußgeld von zehn Euro bestraft. © dpa

kg

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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