Mann bei Lkw-Kollision schwer verletzt

Frontalzusammenstoß: Durch die Wucht des Aufpralls kippte ein Lkw (hinten) auf die Seite. Foto: fib/eß

Kirchheim - Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Lkw in Heimstetten ist ein Fahrer schwer verletzt worden. Die Wucht des Aufpralls war so stark, dass ein Laster umkippte. Ein Feuerwehrkommandant sagt: "Es hätte schlimmer kommen können."

Die Einsatzkräfte vermuteten das schlimmste, als sie Dienstagfrüh an der Kreuzung Heimstettener Moosweg/Bajuwarenstraße eintrafen: Zwei 7,5-Tonner waren frontal zusammengestoßen, der Laster einer Lebensmittelfirma lag auf der Seite. Die Front eines Kurier-Lkw der Firma UPS war vollkommen eingedrückt.

Die Bilder des Unfalls

Heimstetten: Laster kracht in Laster

Nach ersten Erkenntnissen hatte der Fahrer des Lebensmittel-Lasters wohl die Vorfahrt missachtet und war in die Kreuzung eingefahren. In diesem Moment kam der Kurierfahrer mit seinem Lkw. Der Transporter rammte den UPS-Laster mit derartiger Wucht, dass der 7,5-Tonner seitlich wegschleuderte und umkippte.

Die Wucht der Kollision hatte für den Fahrer des Kurier-Lkw fatale folgen: Die Lenksäule wurde nach innen gedrückt und quetschte seinen Oberschenkel am Sitz fest. "Der Mann konnte sich selbst nicht mehr befreien", berichtet der Kommandant der Heimstettener Feuerwehr, Günter Stimmer.

Die Retter mussten den Mann mit Spreizwerkzeug befreien. Sie brachen die Türe auf und bogen die Lenksäule nach hinten. Dem Vernehmen nach erlitt der Mann schwere Verletzungen an Becken und Oberschenkel. Ein Rettungshubschrauber brachte den Mann ins Krankenhaus.

Der Fahrer des Nahrungsmittel-Transporters hatte mehr Glück: Wie Stimmer berichtet, konnte er selbstständig aus dem Führerhaus seines querliegenden Lkw klettern - die Feuerwehrmänner reichtem ihm eine Leiter. Ein Rettungswagen brachte ihn zur Abklärung ins Krankenhaus.

Nach der Ansicht von Kommandant Stimmer hätte der Unfall noch weit schlimmer für die Beteiligten enden können. "Es ist verhältnismäßig glimpflich ausgegangen", sagt Stimmer. Wäre der Winkel des Aufpralls nur leicht versetzt gewesen, hätte es auch Tote geben können, glaubt Stimmer.

Wegen der schwierigen Aufräumarbeiten musste die Polizei die Kreuzung in Heimstetten für rund drei Stunden komplett sperren. Ein Schwerlastkran rückte an und richtete den umgekippten Lkw wieder auf. Insgesamt waren 30 Feuerwehrleute aus Heimstetten und Feldkirchen im Einsatz.

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