Kranker Münchner ist verzweifelt

Lebenswichtige Daten: "Gebt mir bitte mein Handy zurück"

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Bernd Pochert hofft, dass sein Smartphone, das für ihn lebenswichtige Daten enthält, zurückgegeben wird.

Emmering - Bernd Pochert ist verzweifelt: Er hat sein Handy in einem Emmeringer Eiscafé liegen lassen und nun ist es weg. Dabei ist es lebenswichtig für ihn.

Das Schicksal hat Bernd Pochert schwer gebeutelt. Der erst 39-Jährige hat Kehlkopfkrebs. Nur durch eine Stimmprothese kann er noch sprechen. Und nun das nächste Unglück: Der Schwerbehinderte hat sein Smartphone verloren – darauf gespeichert sind die Telefonnummern seiner Ärzte und wichtige Behandlungsunterlagen. 

Bernd Pochert war am Mittwochabend mit seiner Freundin Evi Habersaat in Emmering beim Eisessen. Im Eiscafé „Fiocco di Neve“. Sie ist immer an seiner Seite und unterstützt ihn, wenn es ihm wegen seiner Krankheit schlecht geht. „Ich weiß nicht, was ich ohne sie machen würde“. Auf dem Weg zur Wohnung der Maisacherin bemerkte der Mann, dass sein Handy weg war. „Sofort sind wir zurück zum Eiscafé, aber es war zu spät.“ Das schwarze Samsung Galaxy S5 mit schwarzer Klapphülle in Lederoptik und Magnetverschluss war verschwunden. Dabei weiß Bernd Pochert, dass er es auf ein Mäuerchen links vom Eingang des Eiscafés an der Emmeringer Hauptstraße gelegt hat. 

Ein extrem wichtiges Handy ist verloren gegangen: Bitte lesen, teilen und helfen!

Posted by Fürstenfeldbrucker Tagblatt on Donnerstag, 13. August 2015

Eine Passantin sprach den Münchner an. „Sie suchen bestimmt das Handy“, meinte die Dame. Sie habe beobachtet, wie fünf Jugendliche, darunter zwei Mädchen, das Handy mitgenommen hätten. Jetzt hat sich Bernd Pochert per Facebook an das Fürstenfeldbrucker Tagblatt gewandt. „Ich bin dringend auf das Handy angewiesen.“ Neben den wichtigen Dokumenten und Nummern sind darauf für den Schwerbehinderten unwiderbringliche persönliche Bilder gespeichert. „Es sind auch Fotos von mir vor und nach der Kehlkopf Operation drauf.“ 

Geld ist knapp wegen seiner Krankheit

Wegen seiner Krankheit kann der Münchner nicht mehr arbeiten. Bis April musste er sich einer Chemotherapie unterziehen. „Ich habe früher in der Gastronomie gearbeitet, aber durch meine Krankheit kann ich den Job nicht mehr ausüben.“ Deshalb ist das Geld knapp – das Smartphone wäre auch finanziell ein herber Verlust. Drei Arzttermine pro Woche bei Logopäden und Spezialisten sowie Schmerzen prägen den Alltag des 39-Jährigen. Die Übersicht über die vielen Termine ermöglichte ihm ausschließlich sein Handy. 

Bernd Pochert bittet deshalb die Bevölkerung um Mithilfe – und appeliert an die Vernunft der fünf Jugendlichen, die sein Smartphone wohl gefunden haben. „Ich hoffe, dass sich bald jemand meldet.“ Der Mann geht gefasst mit seiner Krankheit um. „Ich will nicht auf die Tränendrüse drücken oder die Opferrolle spielen, aber die Sache ist ernst.“ 

Kontaktdaten

Wer Bernd Pochert helfen kann, sein Handy wiederzubekommen, soll sich bitte per E-Mail bei der Zeitung melden unter redaktion@ffb-tagblatt.de

Christoph Usleber/kg

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