Ärztin entdeckt Krankheit bei Indersdorfer

Unglaubliches Glück: Mann spendet Blut - und rettet sich damit selbst das Leben

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Blutspenden kann Leben retten. Wie das von Helmut Petter aus Markt Indersdorf.

Helmut Petter spendet Blut, seit er 20 Jahre alt ist - und wurde dafür nun auch geehrt. Für ihn war es wohl die beste Entscheidung seines Lebens sich hier zu engagieren. Denn: Es hat sein Leben gerettet.

Indersdorf– Helmut Petter, heute 69 Jahre alt, hat schon Blut gespendet, da war er erst 20 Jahre alt. Regelmäßig hat sich der Indersdorfer engagiert – so wie dieses eine Mal, vor rund 40 Jahren. Diese eine Spende, ohne die er heute vielleicht gar nicht mehr am Leben wäre.

Petter, bumperlgsund, 32 Jahre alt, will wieder Blut spenden. Topfit fühlt er sich. Spielt Handball, Fußball, ist sowieso total sportlich. Vor der Spende lässt sich der Indersdorfer von einer jungen Ärztin den Blutdruck messen. Die schluckt: 210! Sie schickt Helmut Petter sofort zum Hausarzt. Unzählige Test folgen, ein Jahr später die Gewissheit, die alles verändert: Helmut Petter hat einen Nierentumor.

Heute, rund 40 Jahre später, lacht Petter: „Es geht mir prima. Ich leb’ jetzt schon viel länger mit einer Niere als mit zweien.“ Er ist sich sicher: Das Blutspenden hat damals sein Leben gerettet. „Ich hätte mich sonst nie einfach so durchchecken lassen, ich fühlte mich ja super.“ Deshalb hat es nicht lange gedauert, und Helmut Petter ging wieder regelmäßig zum Blutspenden. „Allein schon aus Dankbarkeit“, sagt er. 102 Mal hat er in seinem Leben bereits sein Blut für andere Menschen zur Verfügung gestellt. Menschen, die ohne diese Bluspenden heute nicht mehr am Leben wären.

Deshalb ehrt der Blutspendedienst des BRK heute in Erding 427 einzigartige Spender. Diesmal wird eine neue Blutspendebotschafterin auf der Bühne stehen und ihre Geschichte erzählen. Auch sie ist in Indersdorf aufgewachsen. Gela Allmann. Sie hat sich nach einem schweren Unglück zurück ins Leben gekämpft. Ein Bergunglück in Island, Allmann stürzte damals 800 Meter in die Tiefe (wir haben mehrfach berichtet). Doch die 32-Jährige hat es geschafft. Dank ihres unbändigen Willens – und dank der Blutspender.

Deshalb wirbt nicht nur sie fürs Blutspenden, sondern auch Helmut Petter hat einen Appell an alle, die nicht regelmäßig ihr Blut für andere geben: „Hingehen! Es tut nicht weh, es schadet keinem, aber es hat eine große Wirkung. Man kann Leben retten.“ Entweder ein anderes, oder, wie in Petters Fall, das eigene.

Bei der Ehrung am Dienstag ist Petter allerdings nicht dabei. Er hat abgesagt, ist im Urlaub und genießt das Leben.

Die anderen Geehrten

aus dem Landkreis mit jeweils 75 Spenden: Werner Fischer (Dachau), Andreas Siemens (Dachau), Heinz Stockinger (Dachau), Anton Reischl (Deutenhausen), Ralf-Peter Hartmann (Altomünster) und Helmut Blahusch (Karlsfeld)

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