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Unachtsamkeit und „dummer Zufall“ 

800 Grad heißes Aluminium läuft aus: Gabelstapler-Fahrer bringt Kollegen in Lebensgefahr

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Ein Großaufgebot von Feuerwehrmännern musste den Brand in dem Markt Schwabener Druckgusswerk bekämpfen, der durch auslaufendes, flüssiges Aluminium verursacht worden war.

Eine Unachtsamkeit eines Staplerfahrers sowie ein „dummer Zufall“: Das waren die Ursachen für den Betriebsunfall bei einem Alu-Verarbeitungsbetrieb. 

Markt Schwaben - So ist es passiert: Einem 27-jähriger Mitarbeiter schwappte beim Transport eines mit 800 Grad heißen Aluminium befüllten Behälters mit dem Gabelstapler eine geringe Menge flüssigen Metalls über (merkur.de berichtete) Als dieses Material auf den Boden aufkam, „explodierten“ förmlich einige Tropfen aufgrund des großen Temperaturunterschiedes und wurden meterweit weggeschleudert.

Dabei traf ein etwa ein Zentimeter großer Tropfen ausgerechnet den mechanischen Schalter, der den Entleerungsprozess des Schmelzofens in Gang setzt. In der Folge ergossen sich mehrere hundert Liter flüssiges Aluminium auf den Boden, nachdem der Auffangbehälter ja mit dem Stapler entfernt worden war. 

Ebenfalls lesenswert: 800 Grad heiß! Lkw mit flüssigem Alu bei Mühldorf umgekippt (merkur.de)

Fünf Arbeiter mussten über Nacht in Klinik bleiben

Zusätzliches Unglück: Da der Alutropfen auch sofort abkühlte und erstarrte, blieb der Schalter gedrückt. Aufgrund des großen Temperaturunterschiedes entzündete sich das auslaufende Aluminium schlagartig. „Obwohl der Evakuierungsplan des Betriebes perfekt funktionierte, mussten fünf Mitarbeiter stationär eine Nacht lang im Krankenhaus verbringen, da sie giftige Dämpfe eingeatmet hatten“, berichten die Ermittler.

45 weitere Kollegen klagten über Übelkeit und Hustenreize, konnten jedoch nach ambulanter Untersuchung durch den Notarzt bzw. der Rettungsdienstbesatzungen den Heimweg antreten.

Großeinsatz in Industriehalle in Markt Schwaben

Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben.
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben. © Thomas Gaulke
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben.
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben. © Thomas Gaulke
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben.
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben. © Thomas Gaulke
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben.
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben. © Thomas Gaulke
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben.
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben. © Thomas Gaulke
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben.
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben. © Thomas Gaulke
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben.
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben. © Thomas Gaulke
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben.
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben. © Thomas Gaulke
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben.
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben. © Thomas Gaulke
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben.
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben. © Thomas Gaulke
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben.
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben. © Thomas Gaulke
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben.
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben. © Thomas Gaulke
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben.
Großeinsatz bei einer Firma in Markt Schwaben. © Thomas Gaulke

Ermittlungen gegen den Fahrer

Gegen den im Landkreis Erding wohnenden Fahrer des Staplers, der durch das Verschütten des heißen Aluminiums den Unfall verursachte und der auch unter den  stationär aufgenommenen Verletzten war, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Der Gesamtschaden wird von der Polizei auf etwa 300.000 Euro geschätzt.

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