Er steht jetzt vor Gericht

„Marma-Massage“: Ayurveda-Heiler (55) soll Frauen missbraucht haben

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Velayudhan P. vor Gericht.

Er soll mehrere Frauen sexuell missbraucht haben - unter der Angabe, sie zu heilen. Deshalb steht ein Ayurveda-Heiler aus Krailling seit Dienstag vor Gericht. Er sieht die Vorfälle ganz anders.

München/Krailling - Velayudhan P. (55) lässt seine olivfarbene Jacke gleich an, als er auf der Anklagebank Platz nimmt, vor sich eine Plastiktüte mit Unterlagen. Als der Staatsanwalt die Anklage verliest, schüttelt der ayurvedische Heiler aus Krailling (Kreis Starnberg) den Kopf. Damit will er zeigen, dass er die Vorwürfe für Unsinn hält. Der Staatsanwalt wirft ihm vor, zwei Frauen mit den Fingern vergewaltigt und die Hände zweier anderer Frauen gegen sein Geschlechtsteil gedrückt zu haben. Die Vorfälle sollen im Februar 2017 in seiner Praxis stattgefunden haben, seit 14. März sitzt er in Untersuchungshaft in Stadelheim.

„Handlungen waren nie sexuell motiviert“

Der 55-jährige Inder erklärte, dass er in seinem Heimatland zum Ayurveda-Arzt ausgebildet wurde. In Indien habe er ein 13-jähriges Studium absolviert. Im Jahr 1998 sei er nach Deutschland gekommen und habe hier 16 Jahre erfolgreich mit traditioneller ayurvedischer Medizin praktiziert. „Sämtliche Handlungen dienten der Behandlung und Linderung von Beschwerden. Sie waren nie sexuell motiviert“, sagte seine Verteidigerin.

Zwei Frauen hatte er mit Massagen behandelt. Angeblich, um Blasenschwäche und beginnenden Krebs zu heilen – und jeweils mit Einwilligung. Acht Mal habe eine Frau ihn aufgesucht. An die anderen Patientinnen erinnert sich P. nicht. Und beteuerte: „Ich habe nie aus sexueller Motivation heraus gehandelt.“

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