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Raubmord von Meiling: Selbst Ermittler sind entsetzt

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Diese Axt war eines der Tatwerkzeuge der Bande.

St. Pölten - Die brutalen Raubmörder, die auf ihrem Beutezug quer durch Europa auch in Meiling (Lkr. Starnberg) zuschlugen, sind gefasst. Die Skrupellosigkeit der Bande schockte sogar die erfahrenen Ermittler.

Der Kriminalpolizei in Niederösterreich ist etwas gelungen, das sogar Innenministerin Johanna Mikl-Leitner auf den Plan rief. Sie schnappte die sieben Schwerverbrecher, die auf ihren Raubzügen in Meiling den 72-jährigen Rentner Markus K. getötet haben. Nachdem die "Froschbande", wie sich die Rumänen wegen ihrer Vielzahl und Schnelligkeit selbst nennen, monatelang in Österreich, der Schweiz und in Deutschland ihr Unwesen getrieben hatte , konnte sie schon am Tag nach ihrer letzten Tat in Gänserndorf am 7. September vor einem Wiener Lokal festgenommen werden.

Sieben Taten werden den Einbrechern alleine in Österreich vorgeworfen. Dabei bedienten sich die Männer im Alter zwischen 20 und 58 Jahren der immer gleichen Masche. Zuerst spionierten sie die Wohnsituationen ihrer betagten Opfer aus und schlugen dann später, meist in der Nacht, eiskalt zu." Die Beute ist gering. Modeschmuck und kleinere Summen Bargeld ergattern die Männer auf ihren Raubzügen.

Auch diese zwei Messer wurden bei der Bande gefunden.

Im Vergleich dazu ist die Brutalität der Überfälle umso größer. Chefinspektor Josef Deutsch: "Jetzt bin ich schon 35 Jahre im Amt, so etwas habe ich aber noch nicht miterlebt. Franz Polzer, Leiter des Landeskriminalamtes Niederösterreich: "Es ist schlimm, dass ausgerechnet diejenigen zu Opfern wurden, die gerade am meisten Hilfe aus unserer Bevölkerung benötigen, die Alten, Kranken und Schwachen."

"Sicherheit kehrt zurück"

v.l.n.r.: Hans-Peter Kammerer (Sprecher Polizeidirektion Oberbayern Nord), Franz Polzer (Leiter Landeskriminalamt Niederösterreich), Dr. Franz Prucher (Landespolizeidirektor Niederösterreich), Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, Josef Deutsch (Chefinspektor), Volker Krahm (stellvertretender Leiter Der Soko Meiling).

Die österreichische Polizei bedankte sich vor allem bei der guten Zusammenarbeit mit den oberbayerischen Kollegen. Niederösterreichs Landespolizeidirektor Dr. Franz Prucher: "Dieser Schlag ist ein Verdienst außerordentlicher internationaler Zusammenarbeit. Wir sind stolz." Hans-Peter Kammerer, Sprecher der Polizeiinspektion Oberbayern Nord ist erleichtert: "Dass die Täter gefasst sind, ist auch ein wichtiges Zeichen für die besorgten Einwohner in unserer Region. Sicherheit kehrt in ihr Bewusstsein zurück."

Vier der sieben verhafteten Männer sind bereits teilgeständig. Der Rest hüllt sich in Schweigen. Zudem gehen die österreichischen Beamten davon aus, dass noch zwei Männer auf der Flucht sind. Die Beweislast ist erdrückend. Die Polizei hat bei den Tätern Schmuckstücke aufgefunden. Außerdem wurden sie bereits von einigen ihrer Opfer auf Fotos wiedererkannt.

Johannes Heininger

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