Mesner gesteht Mord an Ehefrau

"Ich konnte einfach nicht aufhören ..."

München - Er soll seine Frau mit 22 Messerstichen getötet haben - zum Prozessauftakt am Münchner Schwurgericht gestand der angeklagte Mesner am Montag die Tat.

Dem Angeklagten kommen die Tränen: „Ich bin beschämt über das, was passiert ist.“ Christian R. (38), Mesner bei der katholischen Kirchengemeinde Neubiberg, hat vor Gericht ein schreckliches Verbrechen gestanden. Weil seine Frau Simone ihn verlassen wollte,

Der gelernte Schreiner und Masseur schildert sich selbst als tiefgläubigen Menschen. Beim Taufgespräch für Niclas im Jahr 2006 habe er vom Pfarrer erfahren, dass die Kirchengemeinde einen neuen Mesner suche, Hausmeister-Tätigkeiten inklusive.

Er sei mit dem Job zufrieden gewesen: „Die Gemeinde ist mir ans Herz gewachsen.“ Seine Ehe sei allerdings weniger glücklich verlaufen, sagt er. Der Angeklagte: „Sie war nicht so gläubig wie ich.“ Dann bringt er die böse Schwiegermutter ins Spiel: „Immer, wenn sie da war, hat sich das Verhalten von Simone schlagartig geändert.“

Staatsanwältin Nicole Selzam sieht die Schuld allerdings beim Angeklagten. Sie wirft ihm „Bequemlichkeit in Bezug auf die fehlende Beteiligung bei der Führung des Haushalts und der Kinderbetreuung“ vor. Ihm sei nur seine DVD-Sammlung wichtig gewesen. Durch eine Scheidung habe der Angeklagte befürchtet, „persönliche Opfer zum Wohl der beiden Kinder erbringen zu müssen“. Aus diesem Grund habe er beschlossen, seine Frau zu erstechen.

Ja, das lange Küchenmesser habe er bereitgelegt, gesteht Christian R., „mit dem Gedanken, es zu benutzen“. Für den Fall, dass sie auszieht.

Doch Simone R. war nach einem Gespräch mit dem Pfarrer fest entschlossen, die Beziehung zu beenden. Was R. nicht akzeptieren wollte: „Ich habe mich vor ihr hingekniet und gesagt, dass ich sie liebe.“ Da habe sie ihren Ehering weggeworfen. „Sie hat mich verhöhnt“, jammert er. In seiner Verzweiflung habe er nach dem Messer gegriffen: „Ich bin vor ihr gestanden und habe ihr dann in den Hals reingestochen.“ Wie von Sinnen habe er weitergestochen. „Die Kinder habe ich erst später wahrgenommen.“ Der Prozess geht am Dienstag weiter.

metzelte er die 35-jährige Kindergärtnerin mit unzähligen Messerstichen nieder

. Er sagt: „Ich konnte einfach nicht aufhören.“ Die Kinder Niclas (7) und Pascal (4) bekamen mit, wie ihre Mutter in der Küche verblutete.

Ehedrama: Mesner (36) tötet seine Frau (35)

Ehedrama: Mesner (36) tötet seine Frau (35)

ebu

auch interessant

Meistgelesen

Dutzende Pendler sauer: Zugführer fährt ohne Fahrgäste los
Dutzende Pendler sauer: Zugführer fährt ohne Fahrgäste los
Ein Streich der Extraklasse: Sie bauten das Schneeauto - Video
Ein Streich der Extraklasse: Sie bauten das Schneeauto - Video
Spektakuläres Feuerwerk in Wolfratshausen: Rührender Grund
Spektakuläres Feuerwerk in Wolfratshausen: Rührender Grund
Heißer Kohleofen unbeaufsichtigt: Wohnmobil wird Raub der Flammen
Heißer Kohleofen unbeaufsichtigt: Wohnmobil wird Raub der Flammen

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion