Michael Kerkloh liebt Bayern

Der Herr über den Flughafen wird 60

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Eine runde Sache: Flughafenchef Michael Kerkloh feiert heute seinen 60. Geburtstag.

München - Manchmal tut es weh, Flughafenchef zu sein. Michael Kerkloh war der Erste, der dem FC Bayern nach der Landung zum Gewinn der Champions League gratulierte. Dabei ist er eingefleischter BVB-Fan.

Manchmal tut es weh, Flughafenchef zu sein. Michael Kerkloh war der Erste, der dem FC Bayern nach der Landung zum Gewinn der Champions League gratulierte. Dabei ist er eingefleischter BVB-Fan. Nicht ungewöhnlich für einen Westfalen. Heute vor 60 Jahren wurde er in Ahlen geboren.

Schnell wurde Kerkloh das Münsterland zu klein. Mit 15 Jahren erkundete er Europa – mit dem Fahrrad. „Einmal die Woche habe ich eine Postkarte heimgeschickt. Telefonieren war viel zu teuer.“ München war eine seiner Stationen Die Hälfte der Zeit hat er am Hauptbahnhof verbracht: „Diese großen Züge, so was gab es zu Hause nicht.“ Vier Jahre später erlebte er als Soldat in der Waldmann-Kaserne Olympia. „Wir bekamen Eintrittskarten. Die Leute, die bei den Rudervorläufen Ghana oder Pakistan anfeuerten, das waren wir.“

30 Jahre später kehrte er zurück, wurde Hauptgeschäftsführer der Flughafen München GmbH (FMG) und machte Bayern zu einer seiner Heimaten. Denn er fühlt sich überall wohl: London, Frankfurt, Hamburg, sogar Bonn. Bei Norman Rentrop lernte er das amerikanische Business: „Wer die beste Idee hat, darf sie realisieren.“

Airlines & ihre Flugbegleiterinnen

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So schnell schießen die Bayern nicht. Das hat Kerk­loh in seiner elfjährigen FMG-Zeit mehrfach erlebt. Das Aus des Transrapid, das Bürgerbegehren gegen die dritte Startbahn. Es tut immer wieder weh, Flughafenchef zu sein. Aber der Marathonläufer gibt nicht auf. Er drängt weiter auf eine bessere Verkehrsanbindung zum Airport und wird nicht müde zu betonen, dass es in Deutschland nur einen Standort für eine weitere Piste geben könne.

Der Vertrag bei der FMG läuft bis 2016. Er macht nicht den Eindruck, als ob er danach in Rente gehen oder gar zu einem anderen Airport wechseln wolle. Er liebt das Land der Blasmusik und Gstanzl.

Dieter Priglmeir

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