Trauer um Michael Leonbacher

Hier nimmt Hubert Aiwanger Abschied von seinem Politik-Kameraden

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Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger trug sich vor der Kirche in das Kondolenzbuch ein.

Es war ein Schock - weit über die Parteigrenze der Freien Wähler hinweg. Völlig unerwartet verstarb Michael Leonbacher. Er war stellvertretender Regierungssprecher und engagierter Lokalpolitiker. 

Gröbenzell - Angehörige, Freunde, Bekannte und politische Weggefährten waren am Freitagnachmittaga in die katholische Kirche Gröbenzells gekommen, um bei einem ökumenischen Gottesdienst von Michael Leonbacher Abschied zu nehmen. Im Alter von lediglich 57-Jahren war der stellvertretende Regierungssprecher, Gemeinderat und Kreisrat der Freien Wähler in der vergangenen Woche nach einer Kabinettssitzung auf dem Marienplatz zusammengebrochen und am Tag darauf, am 1. Mai, an Herzversagen verstorben. 

Leonbacher begleitete Aiwanger seit 16 Jahren als Parteifreund

Auch der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister, der Freie Wähler Hubert Aiwanger, hatte es sich nicht nehmen lassen von seinem Parteifreund Abschied zu nehmen. Leonbacher sei für ihn zu einem Freund geworden, verriet Aiwanger. Und erinnerte sich, vor 16 Jahren hätten sie sich kennengelernt „seitdem hat Michael mich begleitet“. Er beschrieb Leonbacher als eine „Frohnatur“, als hilfsbereit, kollegial und verlässlich. 

Pfarrerin über Leonbacher: „Er war auf dem Höhepunkt seines Lebens“

„Er war auf dem Höhepunkt seines Lebens“, wusste die Pfarrerin der evangelischen Zachäuskirche Gröbenzells. Verheiratet in zweiter Ehe, mehrfacher Vater und Großvater war er nach 30-jähriger Tätigkeit in einem Brucker Notariat im Herbst vergangenen Jahres im bayerischen Wirtschaftsministerium und als stellvertretender Regierungssprecher tätig geworden. Lesen Sie auf Merkur.de* den Nachruf auf Michael Leonbacher.

“Die Freien Wähler wären heute nicht da wo sie sind, wäre der Leo nicht gewesen“

Emmerings Bürgermeister, der Kreisvorsitzende der Freien Wähler, Michael Schanderl, dachte an eine jahrzehntelange Freundschaft zurück. Bereits zum Ende der Gymnasialzeit am Brucker Graf Rasso hätten sie nebeneinander die Schulbank gedrückt. Leo, wie Schanderl und andere Freunde Michael Leonbacher nannten, habe ihm die ersten Griffe auf dem E-Bass gezeigt. Rund 30 Jahre wären sie bei den Freien Wählern einen gemeinsamen politischen Weg gegangen. Schanderl beschrieb „Leo“ als „zupackend, motivierend und vorausschauend.“ Und er betonte, “die Freien Wähler wären heute nicht da wo sie sind, wäre der Leo nicht gewesen“. 

CSU-Landrat Karmasin über den Verstorbenen: „Wir werden seine Lücke spüren“

Selbst dem ärgsten politischen Konkurrenten habe er immer die Hand reichen können. Was zwei politische Konkurrenten bestätigten. So erinnerte sich der CSU-Landrat Thomas Karmasin, dass der Freie Wähler Leonbacher ihn vor Jahren in einer schwierigen Phase als Finanzreferent im Kreistag begleitet habe. „Wir werden seine Lücke spüren“, beklagte Karmasin. „Seine Klugheit, seit Witz, seine ganze Persönlichkeit wird uns fehlen“. Und der UWG-ler Martin Schäfer, Gröbenzells Bürgermeister, verriet: „Er war mir immer ein wichtiger Ratgeber“.

Die Beisetzung Leonbachers folgt im engsten Familienkreis.

Susanne Schwind

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