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Gericht gibt Vermieter Recht: Labrador muss raus aus Wohnung

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Eine Daten-Analyse von 12.000 Hundeversicherungen zum Welthundetag bei Luko hat interessante Ergebnisse hervorgebracht: Auf Platz eins der häufigsten Hundenamen steht beispielsweise unangefochten "Luna" (32,63 Prozent), gefolgt von "Nala" (21,57 Prozent) und "Bella" (16,39 Prozent). Bei den männlichen Vornamen liegt "Buddy" mit 14,99 Prozent ganz vorne. Besonders häufig werden unter den Rassehunden Labrador (5,12 Prozent), die französische Bulldogge (3,45 Prozent), der Australian Sheppherd (3,35 Prozent), Chihuahua (3,26 Prozent) sowie der Golden Retriever (2,67 Prozent) versichert.
Hundehaltung in Mietwohnungen ist oft ein Streitthema. Jetzt ging es am Amtsgericht Ebersberg um einen Labrador, der in Zorneding gehalten wird. © Luko Cover SAS

Das Amtsgericht Ebersberg hat die Klage von zwei Mietern einer Wohnung in Zorneding abgewiesen, welche von ihrem Vermieter die Zustimmung dafür wollten, einen Labrador in ihrer Wohnung zu halten.

Zorneding - Eine Klausel in dem Mietvertrag sieht vor, dass eine Tierhaltung in den Mieträumen ohne Einwilligung des Vermieters nicht gestattet ist, wobei „Kleintiere“ ausgenommen sind. Der beklagte Vermieter hatte im Vorfeld des Gerichtsverfahrens mehrere entsprechende Anfragen der Kläger wiederholt abgelehnt. Die Kläger halten den fraglichen Hund seit Mai 2022 gleichwohl in ihrer Wohnung.

Amtsgericht Ebersberg: Klausel im Mietvertrag nicht ungültig

Das Amtsgericht hat zunächst festgestellt, dass die Klausel im Mietvertrag nicht unwirksam ist. Nachdem eine Auslegung des Wortlauts der fraglichen Klausel ergebe, dass damit kein generelles Verbot der Tierhaltung verbunden sei, sondern vielmehr die Zusage des Vermieters beinhalte, über die Gestattung einer Tierhaltung unter Beachtung aller betroffenen Interessen im Einzelfall zu entscheiden, sei mit der Klausel insbesondere keine unangemessene Benachteiligung der Mieter verbunden.

Die bei der Entscheidung vorzunehmende Interessenabwägung fiel im vorliegenden Fall zu Gunsten des beklagten Vermieters aus. Das Amtsgericht hat zunächst klargestellt, dass insoweit nur konkrete Anhaltspunkte für eine unzumutbare Belästigung des Vermieters bzw. anderer Mieter eine Ablehnung der Tierhaltung rechtfertigen können, nicht jedoch bloß allgemeine Befürchtungen.

Amtsgericht: Haltung des Hundes in der Wohnung zurecht verweigert

Im vorliegenden Fall ergab die durchgeführte Beweisaufnahme, dass die von den Klägern begehrte Haltung des fraglichen Hundes in ihrer Wohnung vom Beklagten demnach zurecht verweigert wurde. Das Gericht hat bei der Abwägung der widerstreitenden Interessen zunächst zu Gunsten der Mieter berücksichtigt, dass einer der Kläger selbst ein gesundheitliches Interesse an der Haltung des Hundes geltend machen konnte und auch das Wesen und Benehmen des Hundes der Haltung in der fraglichen Wohnung ebenfalls nicht entgegenstünde.

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Auf der anderen Seite sprachen jedoch nachvollziehbare gesundheitliche Belange einer anderen Mietpartei gegen eine Zustimmung der Haltung. Das Gericht hat festgestellt, dass eine Zustimmungspflicht des Vermieters nur dann gegeben sein könne, wenn von der begehrten Tierhaltung keine Störung oder Gefährdung anderer Personen ausgehe. Dies könne im vorliegenden Fall jedoch gerade nicht bejaht werden, weshalb die Klage abgewiesen wurde.  

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