Prozess am Landgericht Landshut

Millionen-Betrug: Flughafen-Kontrolleure vor Gericht

Amtierende und frühere leitende Angestellte einer Sicherheitsfirma, die am Flughafen tätig ist, müssen sich vor dem Landgericht Landshut verantworten.

Landshut - Sie sollen 3,5 Millionen Euro Sozialabgaben und Steuern veruntreut haben: In Landshut müssen sich Angestellte einer Sicherheitsfirma am Flughafen vor Gericht verantworten.

Sieben amtierende und frühere leitende Angestellte der am Flughafen München tätigen Sicherheitsfirma CAP müssen sich ab Donnerstag kommender Woche vor dem Landgericht Landshut verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft der CAP vor, insgesamt rund 3,5 Millionen Euro an Sozialversicherungsbeiträgen und Lohnsteuer veruntreut zu haben. Dies soll nach Angaben von Christoph Fellner, Vize-Präsident des Landgerichts Landshut, zwischen 2004 und 2009 geschehen sein.

Eine anonyme Anzeige hatte das Hauptzollamt München auf die Fährte gesetzt. Pikant: Die CAP gehörte damals zu 76,1 Prozent der Flughafen München Gesellschaft. Die FMG wiederum befindet sich im Eigentum des Bundes, des Freistaats Bayern und der Landeshauptstadt. Seit 2011 ist die CAP eine 100-prozentige FMG-Tochter. Sie ist zuständig für die Kontrollen der Mitarbeiter, Waren und Lieferungen, die von außen in den Sicherheitsbereich gelangen.

Der Betrug soll laut Anklage entstanden sein, weil Festangestellte gleichzeitig bei anderen Sicherheitsfirmen als geringfügig Beschäftigte geführt wurden. Überstunden machten dem Modell zufolge die Bediensteten nicht als CAP-Personal, sondern als geringfügig Beschäftigte. Die FMG wollte sich mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht äußern.

ham

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