Missbrauch an Siebenjähriger: Sechs Jahre Haft für Weilheimer

Weilheim - Das Landgericht München hat den Weilheimer, der mehrfach ein Mädchen (7) schwer missbraucht, zu sechs Jahren Haft verurteilt.

„Er hat noch immer nicht erkannt, was er dem Kind angetan hat“, sagte Rechtsanwalt Bernhard Guggemoos, der als Nebenkläger das missbrauchte Mädchen vertrat. „Aus einer Art gutem Onkel ist ein Monster entstanden.“

Er beantragte, wie die Staatsanwältin, eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten. Noch vor der Urteilsverkündung einigte er sich mit dem Täter auf eine zivilrechtliche Vereinbarung: Nach dieser bekommt die kleine Yvonne 25 000 Euro Schadensersatz, und Gabriel B. darf sich ihr nicht mehr bis auf 200 Meter nähern. So ersparte er dem Mädchen den Gang vor ein Zivilgericht.

Sein Mandant sei kein Pädophiler, so Rechtsanwalt Winfried Folda, der B. verteidigte. Dies sah die Staatsanwältin anders: „Kein normaler Mensch kommt auf die Idee, seine sexuellen Wünsche an einem derartig kleinen Kind auszuleben!“ B. habe bewusst die Freundschaft zum Vater des Mädchens ausgenutzt.

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