Familie war auf dem Heimweg vom Urlaub

Dieses Feuerwerk ist ein BMW

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Der X6 der Münchner Familie brannte aus

Dietramszell - Für eine fünfköpfige Familie aus dem Raum München endete der Urlaub am Sonntag in einem Desaster: Mitten auf der Staatsstraße 2072 ist ihr Auto ausgebrannt.

Glühend heiße Funken schießen blitzartig aus dem brennenden Fahrzeugwrack – meterhoch wallen Flammen. Ein BMW X6 hat Feuer gefangen, doch die Einsatzkräfte der Feuerwehr haben größte Mühe, den Brand zu löschen. Völlig verrußt steht der einst so schicke BMW-Karosse auf der Wiese.

Mit Atemmasken schützen sich die Feuerwehrmänner gegen den giftigen weißen Rauch, der die Unfallstelle umhüllt. Was aussieht wie ein Feuerwerk, ist eine tödliche Gefahr! Fast wäre sie einer Münchner Familie zum Verhängnis geworden.

Bilder: BMW brennt aus

Keine Fehlermeldung, keine Anzeichen – nichts. Als die fünfköpfige Familie gegen 18 Uhr von Bad Tölz in Richtung Egling fährt, fängt der schicke BMW X6 auf der Staatsstraße 2072 in Höhe von Tattenkofen plötzlich an zu qualmen. Sofort hält der Vater (42) an und schaut nach. Der Schock: Als er die Motorhaube anhebt, hat der Wagen schon Feuer gefangen – „vermutlich aufgrund eines technischen Defekts“, sagt Walter Siegmund von der Polizeiinspektion Geretsried. Die Familie – gerade auf dem Heimweg vom Urlaub – krabbelt schnell aus dem Wagen, der nur wenige Minuten später lichterloh brennt. Glück im Unglück: Der Vater versucht nicht, den Brand selbst zu löschen. Hätte er Wasser in den Motorraum geschüttet, hätte es wohl eine Explosion gegeben.

Brandgrund sind die Magnesiumanteile, die immer öfter in Motorenblöcke eingebaut werden. „Sie reduzieren Gewicht“, sagt Christophe König, Sprecher der BMW-Produktkommunikation. Doch sie bergen auch ein hohes Brandrisiko!

Laut ADAC-Sicherheitsexperte Hubert Paulus werden die meisten Fahrzeugbrände durch Kurzschlüsse ausgelöst. Die Kabel-Isolierung wird angescheuert, ein Funke entsteht – schon brennt der Wagen, wenn Dämm-Material sich entzündet. Das Problem: Beim Brand entstehen extreme Temperaturen – oft über 1000 Grad. „Dann fängt das Magnesium an, mitzubrennen“, sagt Paulus.

„Magnesium ist sehr gefährlich“, sagt auch Christian Kaiser von der Pressestelle der Berufsfeuerwehr München. Derzeit gebe es kaum Erfahrungen mit solchen Bränden.

„Wir werden diesen Fall genau untersuchen“, verspricht König. Mehr als 50 000 Euro beträgt der Sachschaden.

thi, dor

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