Noch mindestens ein weiterer Fall

In Disko: Mann (30) mischt Frau Ecstasy ins Getränk - danach kann sie sich nicht mehr bewegen

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Ecstasy haben wohl zwei Männer Frauen in einer Disko in Mittenwald in ihr Getränk gemischt.

Bislang haben sich zwei Frauen gemeldet - es könnten aber noch mehr werden: In einem Mittenwalder Lokal hat ein 30-Jähriger und ein weiterer mutmaßlicher Täter den Geschädigten Ecstasy in ihr Getränk gemischt - mit Folgen.

Mittenwald - Daniel Herzhauser reagierte schnell. Er alarmierte den Rettungsdienst, nachdem er bemerkt hatte, dass sich einer seiner weiblichen Gäste nicht mehr bewegen konnte. Und das obwohl sie eine Stunde vorher noch fit gewesen sei. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht. Eine andere Frau fiel ihm ebenfalls auf. „Sie war gut aufgedreht.“ Der Geschäftsführer der Disco in Mittenwald hatte eine böse Ahnung. Er dachte bei den Symptomen nicht an einen Rausch – und sollte recht behalten. 

In seinem Lokal war es in der Nacht auf Sonntag, 3. März, zu zwei Vorfällen gekommen, in denen Besuchern Ecstasy-Tabletten in die Getränke gemischt wurden. Einer der zwei Verdächtigen, eine 30-jährige Aushilfskraft, hat die Tat bereits eingeräumt. Auf den Mann war die Kriminalpolizei im Laufe der Ermittlungen gestoßen. Denn eine 32-jährige Geschädigte meldete sich an besagtem Sonntag bei der Mittenwalder Polizei. Aufgrund ihrer Schilderungen übernahm die Kripo Garmisch-Partenkirchen die Arbeit. Die Verdachtsmomente erhärteten sich immer mehr, so dass sich die Beamten mittels Durchsuchungsbeschlüssen Zugang zu unterschiedlichen Objekten im Raum Mittenwald verschafften. 

Wie es von Seiten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd heißt, war der 30-Jährige nicht alleine am Werk. Eine weitere männliche Aushilfskraft (22) soll den Frauen ebenfalls amphetaminhaltige Betäubungsmittel verabreicht haben. Für Herzhauser eine bittere Pille. Dem Geschäftsführer ist klar, dass man das Disco-Geschehen nicht zu 100 Prozent überwachen kann, aber seiner Meinung nach hätte er es bislang gut im Griff gehabt. „Und dann rammen einem die Mitarbeiter das Messer in den Rücken.“ 

Er selbst habe alles getan, um die Sache aufzuklären. Das Polizeipräsidium erwähnt sogar explizit, dass der Lokalbetreiber die Kripo unterstützte und maßgeblich zur Aufklärung des Falles beigetragen haben. Die beiden Männer müssen sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung, darunter fällt laut eines Präsidiumssprechers das Verabreichen von Gift, sowie wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

mm/tz

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