1. tz
  2. München
  3. Region

Ehemaliges Gottschalk-Domizil abgerissen: „Ammersee Oasis“ entsteht – Pläne für neun exklusive Villen

Erstellt:

Von: Andrea Gräpel

Kommentare

Der weiße Berg auf dem Stegener Hügel ist verbliebenes Abbruchmaterial der ehemaligen Villa Weiß. Am rechten Rand der Luftaufnahme ist der ehemalige Swimmingpool zu sehen.
Der weiße Berg auf dem Stegener Hügel ist verbliebenes Abbruchmaterial der ehemaligen Villa Weiß. Am rechten Rand der Luftaufnahme ist der ehemalige Swimmingpool zu sehen. © Privat

Die alte Villa Weiß, in der auch Thomas Gottschalk mal zu Hause war, ist abgerissen. Die ersten Vorbereitungen zum Bau von neun exklusiven Villen sind bereits getroffen. 2024 sollen sie bezugsfertig sein.

Inning – Die alte Villa auf dem Stegener Hügel in Inning ist abgerissen. Sie war rund 120 Jahre alt und nach ihrem Erbauer Emanuel Weiß benannt. Unter Denkmalschutz stand sie nicht. Bekannt wurde sie als Zuhause von TV-Moderator Thomas Gottschalk. Zuletzt hatte dessen Bruder Christoph auf dem Hügel gewohnt – bis 2018. Acht Jahre lang hatte er zuvor versucht, eine Baugenehmigung zu bekommen. Schon 1981 war das nicht unterkellerte Haus in einem schlechten Bauzustand. Aus dieser Zeit existiert ein genehmigter Plan für einen Ersatzbau im Landhausstil, der jedoch nie umgesetzt wurde. Die beiden neuen Eigentümer, die nicht genannt werden möchten, fanden den Kontakt zu Christoph Gottschalk, weil sie in der Nachbarschaft wohnen. In diesem Frühjahr wurden ihre Pläne öffentlich. Wie berichtet, sollen neun exklusive Villen auf dem 25.000 Quadratmeter großen Grundstück entstehen.

Ehemalige Gottschalk-Villa in Inning abgerissen: Gerüchteküche brodelte

Als gleich nach dem Verkauf im Jahr 2018 zahlreiche Bäume wegen Eschentriebsterben und Borkenkäfer gefällt werden mussten, brodelte die Gerüchteküche in der kleinen Ammerseegemeinde. Von Kahlschlag war die Rede. Die neuen Eigentümer hätten aber nur getan, wozu ihnen geraten wurde. „Es wird auch wieder aufgeforstet“, versichern die 53 und 54 Jahre alten Geschäftspartner.

Lange hatten sie nach eigener Aussage überlegt, ob sie die alte Villa erhalten sollen. Am Ende entschieden sie sich für eine „neue Geschichte“. Schon im Herbst wurde der Altbestand samt Hausmeisterhaus abgerissen.

Pläne für „Ammersee Oasis“ stehen: Preis zwischen 3,9 und 8 Millionen Euro

Unter dem Namen „Ammersee Oasis“ sind an der Landsberger Straße nun neun Anwesen nach den Plänen des Herrschinger Architekten Johannes Puntsch geplant. Jede davon verfügt über ein eigenes Schwimmbecken. Die Wohnflächen werden mit 200 bis 300 Quadratmeter angegeben, die Grundstücksgrößen mit 746 bis 4328 Quadratmeter. Fünf der neun Objekte zum Preis zwischen 3,9 Millionen und acht Millionen Euro sind bereits verkauft, für die übrigen vier gebe es bereits Interessenten, so die Projektpartner. Sie überlegten noch, ob sie eines der Objekte möglicherweise selbst beziehen oder doch alle neun verkaufen. Der 54-jährige Geschäftspartner hatte dies noch im Juli als Ziel ausgegeben. Zu dem Zeitpunkt war mit den ersten Kaufgesprächen erst begonnen worden.

Inzwischen ist jedenfalls die bodendenkmalrechtliche beziehungsweise archäologische Untersuchung ohne Befund erfolgt, sodass die nächste Schritten zum Bau der neuen Villen eingeleitet wurden: Der Bodenabzug für die erforderlichen Baugruben ist erfolgt, je nach Witterung werden die Tiefbauarbeiten im Frühjahr 2023 fortgesetzt. Im Laufe des Jahres werden die Rohbauten erstellt. Mit der Fertigstellung des gesamten Bauvorhabens rechnen die Bauherren für das zweite Halbjahr 2024. Wie der 53-jährige Projektpartner versichert, werde der Hügel im Anschluss aufgeforstet „mit einem schönen Park- und Waldkonzept“.

Auch interessant

Kommentare