Prozess gegen PR-Agentur

Molkerei-Zoff um Müller-Hohenstein

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Katrin Müller-Hohenstein berichtete zuletzt von den Olympischen Spielen.

München - Es war nur ein kurzes Werbe-Engagement für die Molkerei Weihenstephan. Doch für ZDF-Moderatorin entwickelt sich die ganze Sache langsam, aber sicher zum Riesen-Ärgernis.

ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein (47), die seit 2006 Das aktuelle Sportstudio moderiert, bekam Ärger mit ZDF-Chefredakteur Peter Frey. Sie musste ihren Vertrag mit der Freisinger Großmolkerei auflösen - eine teure Angelegenheit. Jetzt führt die Moderatorin einen Prozess gegen ihre damalige PR-Agentur PerformancePlus. Diese habe ihr die peinliche Geschichte eingebrockt.

PerformancePlus präsentiert Katrin Müller-Hohenstein auf einer Web-Seite als „neue Schirmherrin und Botschafterin des Qualitätsbeirats der Molkerei Weihenstephan“. Auf der vom März 2010 datierten Seite heißt es weiter: „Performance Plus macht das komplette Management, Vermarktung, PR und Positionierung von Katrin Müller-Hohenstein.“ Das ist vorbei. Seit sie im Juli 2010 den Vertrag mit Weihenstephan lösen musste, ist das Tischtuch zerschnitten. „Dass ich keine Werbung machen darf, war in der Agentur bekannt“, sagte die Klägerin am Donnerstag vor Gericht. Ihre damalige Betreuerin Sonja B. konnte sich im Zeugenstand daran nicht erinnern: „Ich habe ihren Vertrag mit dem ZDF nie gesehen.“

Als in der Chefetage des Mainzer Senders das Engagement der Moderatorin für die Freisinger Milchverarbeiter bekannt wurde, gab es Stunk. „Ihr Internet-Auftritt auf den Seiten von Weihenstephan ist nicht glücklich und kann so nicht bleiben“, polterte Chefredakteur Frey gegenüber dem Medium Magazin. Die Werbung entspreche „nicht den Vorstellungen des ZDF“. Das will  Müller-Hohenstein nicht auf sich sitzen lassen. Von der Agentur fordert sie jetzt die Vermittlungsprovision - die Rede ist von 20 000 Euro - zurück. Sie betont vor Gericht, dass sie ihre PR-Beraterin gebeten habe: „Bitte kläre das ab!“ Eine gütliche Einigung, wie sie Richterin Annerose Werlitz vorschlug, kam nicht zustande. Am 25. Oktober geht es weiter.

Eberhard Unfried

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