Moosburger Kneipe

Nach plötzlichem Tod des Wirtes: So geht es mit dem Kult-Pub weiter

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Derzeit geschlossen: die Kneipe The Pub an der Moosburger Herrnstraße.

Seit dem plötzlichen Tod des Wirts Jörgis Carl schien die Zukunft des Moosburger Pubs ungewiss. Nun hat sich die Eigentümerin zu ihren Plänen geäußert.

Moosburg – Die Lücke ist groß, die der im Dezember plötzlich verstorbene Jörgis Carl in Moosburg hinterlassen hat. Menschlich, aber auch im Hinblick auf die örtliche Kneipenkultur war der Tod des Pub-Pächters ein schmerzlicher Verlust für viele. Nach Monaten der Ungewissheit, ob und wie es mit dem Lokal an der Herrnstraße weitergeht, scheint nun ein Neuanfang in Sicht.

Wie das Freisinger Tagblatt erfuhr, gibt es konkrete Pläne für eine baldige Wiedereröffnung. „Wir stehen in Kontakt mit Interessenten, die das Pub weiterführen wollen“, bestätigt die Eigentümerin der Immobilie, Ernestine Abele. Die gute Nachricht für die vielen Stammgäste der Wirtschaft: Der kultige Charakter soll bestehen bleiben. Abele: „Das Mobiliar wird größtenteils erhalten, manche Möbel müssen vom Schreiner nachgebessert und ein paar kleinere Veränderungen an den Räumen vorgenommen werden. Nach den 38 Jahren, in denen das Pub von Jörgis geführt wurde, war jetzt am Schluss manches nicht mehr auf dem neuesten Stand.“ Vor allem brauche es für eine Wiedereröffnung aber eine Sanierung der Toiletten und der Küche.

Interessenten besuchten sogar extra Guinness-Brauerei

Dafür, dass das Lokal im Sinne des früheren Pächters weitergeführt wird, stehen die Chancen offenbar gut: „Bei den Interessenten handelt es sich um junge Leute aus Moosburg – begeisterte Pub-Gänger von Jörgis“, sagt Ernestine Abele. „Die bemühen sich unwahrscheinlich und haben gute Vorschläge“, erzählt die 68-Jährige. Sogar ein Vertreter der Guinness-Brauerei sei schon vorbeigekommen, um sich die Örtlichkeit anzusehen und zu beraten. „Die Interessenten waren jetzt zehn Tage in Irland und wurden dort auch in die Brauerei eingeladen.“

Wiedereröffnung im Spätherbst?

Was jetzt noch fehle, sei eine Genehmigung der Außenbestuhlung, die laut Abele bislang nur temporär geduldet war. „Bürgermeisterin Anita Meinelt hat sich aber sehr dafür eingesetzt, dass der Nachbar weiter zustimmt.“ Wenn am Montag, 4. Juni, noch der Bauausschuss seinen Segen erteilt, soll es ganz schnell gehen: „Dann investieren wir und fangen im Juli mit dem Umbau an“, sagt Abele. „Ich hätt’s gerne, wenn im Spätherbst aufgemacht wird, damit die neuen Pächter den lukrativen Winter mitnehmen können.“

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