Soko "Klinik": Versteckt sich hier ein Mörder?

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In dieser Klinik in Bad Grönebach im Unterallgäu wurde eine Dachauerin ermordet.

Bad Grönebach/Dachau - Nach dem mysteriösen Mord in der Klinik am Stiftsberg bei Bad Grönebach ermittelt eine Soko. Verstecken sich der oder die Mörder noch auf dem Klinikgelände?

Wie eine Burg thront die Klinik am Stiftsberg über den Kneippkurort Bad Grönenbach im Unterallgäu. Regenwolken ballten sich am Freitag über den weißen Gebäudetrakten zusammen, in denen Patienten untergebracht sind, die an Tinnitus leiden, über Herz- oder Gelenkbeschwerden klagen. Seit Kurzem ist die Klinik auch Schauplatz eines mysteriösen Mordes: Am Dienstagmorgen war der leblose Körper einer 39 Jahre alten, ledigen Patientin aus Karlsfeld (Kreis Dachau) entdeckt worden. Tags zuvor war die Frau, die in der Klinik in einem Einzelzimmer untergebracht war, noch bis spät in die Nacht auf einer kleinen, privaten Party auf dem Anwesen gewesen. Doch was passierte anschließend? Und sind der oder die Mörder noch auf dem Klinikgelände?

Eine Mitarbeiterin hatte die Leiche der Frau gefunden. „Es handelte sich zunächst um einen Todesfall mit nicht geklärten Umständen“, berichtet der Leitende Oberstaatsanwalt Johann Kreuzpointner aus Memmingen. Erste Ermittler am Tatort schlossen zunächst auch einen möglichen Suizid nicht aus. Doch weil so eine Verzweiflungstat nicht schlüssig erschien, wurde für Mittwoch eine Obduktion angeordnet. Das furchtbare Ergebnis: Der Frau war massiv Gewalt angetan worden. Mord! Genauere Angaben zur Todesursache machten die Ermittler nicht. Auch nicht, ob das Delikt sexuell motiviert war. Die Polizei beschreibt das Opfer als „körperlich mobil“. Unbestätigten Angaben zufolge könnte die Frau an Hörproblemen gelitten haben.

Am Freitag wurde durch die eingesetzte Ermittlungsgruppe Klinik Befragungen fortgesetzt. Kripobeamte sprachen dabei mit Gästen der Feier, ­Patienten und Klinikpersonal. Außerhalb des Gebäudes suchten Kräfte der Bereitschaftspolizei nach Spuren. Dabei wurde eine Tasche entdeckt. Es sei jedoch unklar, ob sie mit der Tat in Zusammenhang steht. Experten des Bayerischen Landeskriminalamtes vermaßen zudem mit einem 3-D-Laserscanner den Tatort.

Markus Christandl

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