Kroatischer Geheimdienst

Mord an Exil-Kroaten: Zeuge widerruft Aussage

Im Prozess zum Mord an einem Exil-Kroaten hat ein Schlüsselzeuge seine Aussage widerrufen
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Im Prozess zum Mord an einem Exil-Kroaten hat ein Schlüsselzeuge seine Aussage widerrufen.
Im Prozess zum Mord an einem Exil-Kroaten hat ein Schlüsselzeuge seine Aussage widerrufen
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Im Prozess zum Mord an einem Exil-Kroaten hat ein Schlüsselzeuge seine Aussage widerrufen

München - Wirbel im Prozess um den Mord an einem Exil-Kroaten. Ein Schlüsselzeuge hat vor dem Oberlandesgericht seine Aussage widerrufen. Sie hätte die Angeklagten belastet.

„Ich wollte Spannung einbringen nach Art eines Kriminalromans“, sagte ein 65-jähriger Schlüsselzeuge vor dem Oberlandesgericht München im Prozess zum Mord an dem Exil-Kroaten Stjepan Durekovic aus.

Früher hatte der bereits als Mittäter verurteilte Mann angegeben, dem Geheimdienst den Schlüssel zu der Garage im oberbayerischen Wolfratshausen zur Verfügung gestellt zu haben, in der der Dissident im Sommer 1983 getötet wurde. Er sagte aus, dem 69-jährigen damaligen Leiter der Abteilung "Feindliche "Emigration" den Schlüssel zu der Garage übergeben zu haben. Der Mann ist gemeinsam mit dem 72-jährigen ehemaligen Chef des kroatischen Geheimdienstes SDS wegen Beihilfe zum Mord angeklagt.

Jetzt widerrief der Zeuge seine Aussage. „Die gesamte Schlüsselgeschichte ist erfunden“, beteuerte er vor Gericht. Nach der neuen Schilderung des Zeugen hat sich in seinem eigenen Verfahren ein verdeckter Ermittler ihm gegenüber als Mitarbeiter eines Verlags ausgegeben und einen fünfstelligen Betrag für seinen Bericht über die Ermordung des Dissidenten geboten.

Bei seiner neuen Version blieb der 65-Jährige auch nach eindringlicher Belehrung durch den Vorsitzenden Richter, eine mögliche Falschaussage könne sich erschwerend auf die Vollstreckung seiner lebenslangen Strafe auswirken. Der Zeuge sagte ferner auch dazu aus, warum er sich in seinem eigenen Prozess selber belastet habe. Demnach habe ihn sein Pflichtverteidiger damals gewarnt, dass das Gericht ihm eine Darstellung nicht glauben würde, die seinen Angaben bei dem verdeckten Ermittler widerspreche.

dpa

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