"Was hatten die denn für ein Motiv?"

Mord in Meiling: Der Schwager nebenan ist völlig fassungslos

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Josef M. (80) ist Schwager und Nachbar des Opfers. Die Kripo informierte ihn.

Meiling - Josef M. traute seinen Augen nicht, als er Montag Morgen gegen halb neun seine Haustür öffnete und Kriminalpolizisten am Fuße der Treppe standen. Sein Schwager, Markus K. († 72), wurde von vermutlich drei skrupellosen Tätern brutal ermordet.

Der 80-Jährige ist tief erschüttert. Nur wenige Meter trennen die beiden Anwesen im beschaulichen Meiling in der Nähe von Seefeld. „Meine Frau war seine Schwester. Wir haben uns beinahe täglich gesehen. Er ging immer an meinem Haus vorbei, etwa wenn er seinen Briefkasten leerte.“ Vor allem die Art und Weise, wie Markus K. zu Tode kam, ist für Josef M. unbegreiflich: „Was hatten die denn für ein Motiv? Beide waren in der Rente, da gab es doch nicht viel zu holen.“ Von dem Drama, das sich im Haus seines Verwandten abspielte, hat der Rentner nichts mitbekommen. K. sagt: „Man mag sich gar nicht vorstellen, was Markus und seine Irmgard mitmachen mussten. Seine Frau war ja noch zwei Tage eingesperrt.“

Brutale Räuber im eigentlich so idyllischen 200-Seelen-Dorf – so etwas hat Meiling noch nicht erlebt. Josef M.: „Jetzt muss man sich schon überlegen, wem man die Tür öffnet. So etwas hat es bei uns noch nicht gegeben. Aber man sieht, dass überall schreckliche Dinge passieren können.“

Sicher fühlt sich der 80-Jährige nicht mehr. „Die Einbrecher schrecken vor nichts zurück. Wenn sie reinwollen, schaffen sie das auch. Da ist man sowieso machtlos.“

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