Was die frisch geschiedene Tante sagt

Mordfall Krailling: „Es wird nie mehr so sein, wie es war“

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Ursula S. beim Scheidungstermin: Sie ist glücklich, dass ihre Ehe beendet ist.

Krailling/München - Endlich geschieden! Ursula S. (44), die Ex-Frau des mutmaßlichen Doppelmörders von Krailling, fühlt sich nach Scheidungsurteil vom Freitag frei!

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Es war eine Qual für sie gewesen, mit jenem Menschen verheiratet zu sein, der unter dem Verdacht steht, die Kinder ihrer Schwester, Chiara († 8) und Sharon († 11), getötet zu haben. Die Blitz-Scheidung: Sie war für sie eine unbeschreibliche Erleichterung. „Ich kann von meiner Wut, Hilflosigkeit, Trauer und Betroffenheit endlich loslassen“, sagte sie der Bams. Und: „Für meine Kinder und mich schaffe ich eine Distanz zwischen diesem unverantwortlichen Menschen, der zwei Familien ins Unglück gestürzt hat.“ Als sie ihren Kindern erzählte, dass die Scheidung vollzogen sei, seien ihr diese glücklich in die Arme gefallen: „Wir haben dann bei einer sehr guten Freundin mit Sekt, Orangensaft und Eis gefeiert.“

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Beim Scheidungstermin hatte sich Thomas S. (50) allerdings erfolgreich gegen ihren Antrag gewehrt, dass sie das alleinige Sorgerecht für die Kinder erhält. Sie braucht sich dennoch keine Sorgen zu machen: Für die Zeit seines Aufenthaltes im Gefängnis hat er ihr alle Vollmachten für die Kinder übertragen. Und im Knast wird er möglicherweise sehr lange bleiben. Denn nach AnsichtderErmittlerkommt nur er als Mörder der Kinder infrage, obwohl er die Tat bestreitet.

Blut- und DNA-Spuren in der Mordwohnung gelten dabei als ein wichtiges Indiz. Thomas S. behauptet, diese seien während eines Besuchs bei seiner Schwägerin entstanden. Die Ex-Frau hält das aber für eine Lüge. Sie belastet Thomas schwer: Er sei mindestens zwei Jahre lang nicht mehr auf Besuch in Krailling gewesen.

Zu ihrer Schwester hat Ursula S. derzeit keinen Kontakt. Sie wünsche sich jedoch eine Aussöhnung mit ihr, sagte sie im Bams-Interview. „Aber ich bin mir im Klaren, dass meine Schwester viel Zeit und Kraft braucht, um über dieses schreckliche Ereignis einigermaßen hinwegzukommen. Es wird nie mehr so sein, wie es war. Nur durch Vergebung können wir vielleicht einen Weg zueinander finden.“

Bei Ursula S. hatten die Ärzte vor zwei Jahren Krebs festgestellt. Die Mediziner konnten den Tumor zurückdrängen. Sie sagt: „Nach der Scheidung fühlt es sich jetzt an, alsseiichganz geheilt.“

ebu

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