Mordfall Zimmermann: Handy-Benutzer bekommen Besuch von der Kripo

Egmating - Wo waren Sie denn am 7. Juni 2009? Wenn Sie das nicht mehr wissen, geht es Ihnen vielleicht so, wie anderen Landkreisbürgern, die von der Kripo jetzt überraschend Besuch bekamen und mit dieser Frage konfrontiert wurden.

Der Grund für die Ermittlung: Die Bürger hatten sich an diesem Tag ahnungslos mit ihrem Handy im Tatortbereich in Egmating eingeloggt - dort, wo die 73-jährige Luise Zimmermann ermordet wurde. Jetzt wird abgefragt, warum sich die betreffenden Personen im Egmatinger Bereich aufgehalten haben und mit wem sie dort Kontakt hatten. Die Sonderkommission Kaltenbrunn sucht immer noch nach dem Mörder der Frau.

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Mehrere Hundert Hinweise wurden ausgewertet, bisher ohne Erfolg. Die Soko besteht noch aus sechs Personen, informierte Polizeisprecher Hans-Peter Kammerer. Datenabgleich und die Befragung der Bürger, die zur entsprechenden Zeit im Tatumfeld Telefonate führten, seien sehr aufwändig.

Im Juli vergangenen Jahres wurde vom ehemaligen Arbeitgeber der Ermordeten die Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, auf 20 000 Euro erhöht. Die private Auslobung des Geldes wurde damals auf den Zeitraum eines Jahres begrenzt. „Wir hoffen immer noch auf einen entscheidenden Hinweis aus der Bevölkerung“, so Kammerer. Die Tatortabsuche gestaltete sich schwierig, weil der Mörder die Leiche der 73-Jährigen mit brennbarer Flüssigkeit überschüttete und anzündete.

Michael Seeholzer

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