Trauer um Motocross-Fahrer Max S.

Seine Leidenschaft kostete ihm das Leben

Jede freie Minute widmete der Münchner Max S. seiner großen Leidenschaft, dem Motocross-Fahren. Am Mittwochabend verunglückte der 44-Jährige bei einem Unfall tödlich.

München - Seine Leidenschaft kostete ihn das Leben: Motocross-Fahrer Max S. (44) ist bei einem Trainingssprung am Münchner Flughafen tödlich verunglückt. Seine Freunde sind in tiefer Trauer.

Der Motocross-Sport war seine große Leidenschaft – und kostete ihn jetzt das Leben. Wann immer Max S. (44) Zeit hatte, startete der Münchner mit seiner Motocross-Maschine in Richtung Trainingsgelände des MSC Freisinger Bär am Münchner Flughafen. Am Mittwochabend fand der erfahrene Motorsportler, der jahrelang als Rennsport-Mechaniker gearbeitet hatte, hier den Tod. Bei einem Sprung über eine Kuppe mit seiner Suzuki verlor Max S. die Kontrolle und stürzte schwer.

Mit hohem Tempo war Max S. gegen 19 Uhr über die anspruchsvolle Trainingsstrecke am Flughafen gefahren – wie so oft in den vergangenen Jahren auch. Doch am Mittwochabend war alles anders. Max S. raste über den Hügel und brachte den Flug nicht unter Kontrolle. Er schlug offenbar mit dem Kopf voran auf den Boden. Sofort kümmerten sich andere Biker um ihn und alarmierten den Notarzt. Der konnte Max S. am Unfallort zunächst noch reanimieren.

Mit dem Hubschrauber wurde der Motocross-Fahrer in ein Münchner Krankenhaus geflogen. Hier starb der 44-Jährige aber weinig später an seinen schweren inneren Verletzungen. Der zuständige Landshuter Staatsanwalt Ralph Reiter: „Der Fahrer erlitt bei dem Sturz ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Uns liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor.“

Schwer geschockt über den Tod zeigte sich am Donnerstag Ex-Motorradrennfahrer Alex Hofmann (32). Der ehemalige Deutsche Meister und Europameister sagte der tz: „Ein trauriger Tag! Mein bester Mechaniker und Freund, mein größter Fan hat uns nach einem schweren Unfall verlassen. Ich bin zutiefst erschüttert.“ Acht Jahre hatte Max S. für Alex Hofmann, der inzwischen als Rennsport-Kommentator für Sport1 tätig ist, als Mechaniker gearbeitet. In den vergangenen Jahren war Max S. als Maschinenanlagenverkäufer für Liebherr tätig. Seine Liebe aber galt weiterhin dem Motorsport.

Auch der MSC Freisinger Bär zeigte sich auf seiner Homepage betroffen über den schweren Unfall: „Wir trauern mit den Angehörigen in diesen schweren Stunden.“ Die Vereinsführung habe sich entschlossen, die Piste aus Pietätsgründen bis auf Weiteres zu schließen. Das Gelände liegt im Westen des Flughafens an der Nordallee. Hier gibt es eine gut ausgebaute Motocross-Strecke mit allen möglichen Schikanen, die von vielen Bikern genutzt wird. Auch Wettkämpfe finden hier statt.

ARB, HAM, JAM

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