Unglück im Zillertal

Mountainbiker stürzt in den Tod

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Michael S. († 31) wollte im August zum zweiten Mal auf dem Rad über die Alpen.

Ebersberg - Aus unbekanntem Grund ist der Mountainbiker Michael S. (31) aus Forstinning im Zillertal abgestürzt. Ein Burschenverein im Kreis Ebersberg trauert.

Drama um Mountainbiker Michael S. aus Forstinning (Kreis Ebersberg): Bei einer Radltour in Tirol stürzte der 31-Jährige 150 Meter in den Tod. Die Rettungskräfte konnten nur noch seinen Leichnam bergen.

Michael S. war am Sonntag mit einem BMW-Arbeitskollegen unterwegs. Das Duo hatte sich für die Tour die herrliche Strecke vom 1845 Meter hoch gelegenen Kolmhaus über den Steinerkogel (1269 Meter) nach Mayrhofen (Bezirk Schwaz/Tirol) ausgesucht. Es war gegen 15 Uhr, als es passierte: Michael S. war etwas vorausgefahren. In einer Linkskurve bremste er ab, um auf seinen Spezl zu warten. Doch aus irgendeinem Grund verlor er mit seinem Radl dann das Gleichgewicht. Sein unfassbares Pech: Genau an dieser Stelle fällt das Gelände steil ab. Und so stürzte er – vor den Augen seines entsetzten Freundes – samt Radl rückwärts 150 Meter in die Tiefe. Zwar war wenig später ein Notarzthubschrauber vor Ort, doch für Michael S. kam jede Hilfe zu spät.

Die Nachricht vom Unglück verbreitete sich am Montag in Forstinning in Windeseile. Michael S. ist der Sohn einer alteingessenen Familie. Lange Jahre leitete er den Burschenverein Einigkeit Forstinning. „Wir sind fassungslos“, beschrieb sein Nachfolger Josef Magst am Montag die Stimmung. „Wir alle trauern um ihn und fühlen mit seiner Familie.“

Michael S. galt als erfahrener Mountainbiker. Einmal hatte er per Rad schon die Alpen bewältigt. Heuer wollte er im August die Transalp zum zweiten Mal in Angriff nehmen. Das Unglück – ein Sturz quasi aus dem Stand – gibt seinen Radsport-Freunden Rätsel auf.

Der 31-Jährige, der bei BMW in einer technischen Abteilung beschäftigt war, genoss im ganzen Ort wegen seiner Hilfsbereitschaft und Kollegia­lität hohes Ansehen. „Das ist alles unsäglich traurig. Er war ein unglaublich sympathischer junger Mann“, so eine Nachbarin.

Für das übernächste Wochenende hätte der 40 Mitglieder zählende Burschenverein die Bürger der 3500-Seelen-Gemeinde gern zum Weinfest geladen. „Aber dass wir das Zelt aufbauen und feiern, das kann ich mir jetzt nicht mehr so richtig vorstellen“, sagte Josef Magst. „Wir hätten so gern mit ihm gefeiert.“

WdP

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