Entscheidung über Zukunft von Müller-Brot verschoben

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Die Mitarbeiter reinigten den Betrieb grundlegend.

München - Eigentlich hätte die Produktion bei Müller-Brot ab Dienstag wieder anlaufen sollen. Doch das bayerische Gesundheitsministerium gab am Montagaben noch kein grünes Licht!

Was war denn das? Das Mehl war bereits bestellt, ganze 230 Tonnen. Die benötigten Stromkapazitäten waren auch schon angemeldet. Eigentlich hätte die Produktion bei Müller-Brot ab heute wieder anlaufen sollen. Doch das bayerische Umweltministerium gab gestern Abend kein grünes Licht: Riesen-Wirbel um die Freigabe! Heute Vormittag wollen sich die Behörden noch einmal treffen – und dann ihre Entscheidung bekannt geben. Wie die ausfällt? Noch völlig offen!

Dabei standen die Zeichen gestern auf Neustart: Zehn Stunden lang hatten 30 Kontrolleure des Landesamtes für Lebensmittelsicherheit (LGL), der Regierung von Oberbayern sowie des Landratsamtes Freising weite Teile des über 50.000 Quadratmeter großen Betriebs geprüft. Mit Hilfe von Handwerkern und Teleskopkameras untersuchten sie Maschinen, Schächte, Türen und Anlagen. Auch der Verladebereich wurde kontrolliert. Im Anschluss daran zogen sich die Experten und das Team des vorläufigenInsolvenzverwaltersHubert Ampferl zu Gesprächen zurück. Über zwei Stunden diskutierten sie hinter verschlossenen Türen über eine Freigabe des Betriebs.

Hygiene-Mängel: Hier wird das Müller-Brot entsorgt

Der Großbäcker Müller hat aufgrund von Hygiene-Mängeln seine Brot-Produktion komplett eingestellt. Wie lange der Ausnahmezustand dauert, ist unklar. Große Mengen an Brot müssen entsorgt werden. © dpa
Der Großbäcker Müller hat aufgrund von Hygiene-Mängeln seine Brot-Produktion komplett eingestellt. Wie lange der Ausnahmezustand dauert, ist unklar. Große Mengen an Brot müssen entsorgt werden. © dpa
Der Großbäcker Müller hat aufgrund von Hygiene-Mängeln seine Brot-Produktion komplett eingestellt. Wie lange der Ausnahmezustand dauert, ist unklar. Große Mengen an Brot müssen entsorgt werden. © dpa
Der Großbäcker Müller hat aufgrund von Hygiene-Mängeln seine Brot-Produktion komplett eingestellt. Wie lange der Ausnahmezustand dauert, ist unklar. Große Mengen an Brot müssen entsorgt werden. © dpa
Der Großbäcker Müller hat aufgrund von Hygiene-Mängeln seine Brot-Produktion komplett eingestellt. Wie lange der Ausnahmezustand dauert, ist unklar. Große Mengen an Brot müssen entsorgt werden. © dpa
Der Großbäcker Müller hat aufgrund von Hygiene-Mängeln seine Brot-Produktion komplett eingestellt. Wie lange der Ausnahmezustand dauert, ist unklar. Große Mengen an Brot müssen entsorgt werden. © dpa
Der Großbäcker Müller hat aufgrund von Hygiene-Mängeln seine Brot-Produktion komplett eingestellt. Wie lange der Ausnahmezustand dauert, ist unklar. Große Mengen an Brot müssen entsorgt werden. © dpa
Der Großbäcker Müller hat aufgrund von Hygiene-Mängeln seine Brot-Produktion komplett eingestellt. Wie lange der Ausnahmezustand dauert, ist unklar. Große Mengen an Brot müssen entsorgt werden. © dpa
Der Großbäcker Müller hat aufgrund von Hygiene-Mängeln seine Brot-Produktion komplett eingestellt. Wie lange der Ausnahmezustand dauert, ist unklar. Große Mengen an Brot müssen entsorgt werden. © dpa
Der Großbäcker Müller hat aufgrund von Hygiene-Mängeln seine Brot-Produktion komplett eingestellt. Wie lange der Ausnahmezustand dauert, ist unklar. Große Mengen an Brot müssen entsorgt werden. © dpa
Der Großbäcker Müller hat aufgrund von Hygiene-Mängeln seine Brot-Produktion komplett eingestellt. Wie lange der Ausnahmezustand dauert, ist unklar. Große Mengen an Brot müssen entsorgt werden. © dpa
Der Großbäcker Müller hat aufgrund von Hygiene-Mängeln seine Brot-Produktion komplett eingestellt. Wie lange der Ausnahmezustand dauert, ist unklar. Große Mengen an Brot müssen entsorgt werden. © dpa
Der Großbäcker Müller hat aufgrund von Hygiene-Mängeln seine Brot-Produktion komplett eingestellt. Wie lange der Ausnahmezustand dauert, ist unklar. Große Mengen an Brot müssen entsorgt werden. © dpa
Der Großbäcker Müller hat aufgrund von Hygiene-Mängeln seine Brot-Produktion komplett eingestellt. Wie lange der Ausnahmezustand dauert, ist unklar. Große Mengen an Brot müssen entsorgt werden. © dpa

Bereits um 13 Uhr kamen die ersten Journalisten – in froher Erwartung auf die Freigabe. Alle warteten auf das positive Zeichen. Schließlich hieß es im Verlauf des Nachmittags: Es wurden alle Hygiene-Auflagen erfüllt.

Doch: Aus Teilnehmerkreisen sickerte hindurch, dass sich wegen der polistischen Brisanz, die das Thema Müller-Brot in den vergangenen Wochen bekommen hatte, das Umweltministerium mit der Entscheidung noch Zeit lassen will. Und das zog sich. Sollte die Entscheidung bereits um 17 Uhr verkündet werden, wurde diese immer weiter heraus geschoben. Bis es dann um 21.30 Uhr die Ernüchterung gab: heute keine Entscheidung.

Insolvenzverwalter Ampferl versuchte, nicht überrascht zu wirken, als er vor die Journalisten trat. Die Auswertung der gesammelten Daten bei den Ämtern und die Abstimmung mit dem bayerischen Umweltministerium dauere länger als geplant. Erst heute wolle man eine Entscheidung fällen. Wie die aussieht? „Wir haben keinerlei Tendenz oder Hinweise bekommen, dass es in die eine oder andere Richtung geht“, betonte Ampferl. Freigabe oder doch nicht? Müller und kein Ende!

Es ist der mittlerweile x-te Akt, in einem Drama rund um Müller- Brot. Dabei standen die Sterne diesmal für eine Freigabe weitaus günstiger, als bei der letzten Kontrolle am 16. Februar. Damals wurde die Freigabe nach dem Hygieneskandal komplett verweigert. Anschließend schrubbten und putzen alle Mitarbeiter von Müller- Brot erneut – um eine Freigabe am gestrigen Abend zu erwirken. Schließlich hätte ab morgen in der Früh nach knapp acht Wochen Stillstand der Betrieb wieder aufgenommen werden sollen. In Neufahrn gaben sich Pressesprecher und Insolvenzverwalter am Abend völlig ratlos.

Jetzt kann der Konzern nur hoffen, dass es heute Vormittag grünes Licht gibt – und dass die bisher abgesprungenen Großhandels- Kunden neues Vertrauen in Müller-Brot investieren wollen. Die Firma selbst hat bisher über 70 000 Euro in den Neubeginn gesteckt. Das Insolvenzverfahren soll am 1. April eröffnet werden. Wie es um die 1250 Arbeitsplätze bestellt ist, wird sich erst dann zeigen. Die Gewerkschaft rechnet mit Entlassungen. Ein Investor wird dringend gesucht.

Susanne Sasse, Patrick Wehner

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