Müller-Brot: Mehr als fünf potenzielle Investoren

München - Bei der insolventen Großbäckerei Müller-Brot laufen Gespräche mit mehreren Interessenten zur kompletten Übernahme von Produktion und Filialnetz.

 “Wir verhandeln mit mehr als fünf potenziellen Investoren“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Hubert Ampferl am Donnerstag in Neufahrn bei Freising. Daneben liefen aber auch Gespräche mit Interessenten nur für das Filialnetz oder einzelne Filialen. “Wir wollen bis Ende März eine Gesamtlösung haben“, sagte Ampferl. In der Woche zwischen 19. und 23. März soll Abnahme durch die Lebensmittelbehörden sein und danach zunächst in einer der beiden Produktionshallen wieder mit dem Backen von Brot, Semmeln und Brezn begonnen werden.

Die Großbäckerei war am 30. Januar vom Landratsamt Freising geschlossen worden, nachdem Mäusekot gefunden wurde und Ungeziefer nicht auszurotten war. Am 16. Februar meldete die hauptsächlich Klaus Ostendorf gehörende Fabrik Insolvenz an. Ein erster Versuch, die Betriebsgenehmigung wieder zu erlangen, scheiterte einen Tag später.

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Ampferl will mit einer Qualitätsoffensive das Unternehmen wieder auf die Erfolgsschiene bringen: “Wir wollen zurück zur alten Müller-Qualität.“ Es würden alte Rezepte ausprobiert, erläuterte der Verwalter. Er selbst habe bereits eine alte Rezeptur für Brezn getestet und für gut befunden, verriet Ampferl. “In das Unternehmen muss ein neuer Geist kommen.“

Der Name Müller-Brot solle vorerst beibehalten werden. Ampferl äußerte sich nicht dazu, ob die Zahl von mehr als tausend Mitarbeitern gehalten werden kann und ob Ostendorf selbst zu den Interessenten für die Übernahme des Pleite-Unternehmens gehört, bei dem er durch die Insolvenz nicht mehr das Sagen hat.

dpa

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