Die Stunde der Wahrheit für Müller-Brot

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Müllerbrot steht möglicherweise vor einem Neuanfang.

Neufahrn - Nach Insolvenz und Produktionsstopp steht Müller-Brot vor einem Neuanfang. Am Montag kommen die Prüfer.

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Jetzt wird’s ernst! Am Montag in der Früh um neun schlägt die Stunde der Wahrheit für Müller-Brot. Dann muss die Firma die Werkstore in Neufahrn für die Hygienekontrolleure öffnen – zur letzten, großen Abschlussprüfung. Doch diesmal sollen die Vorzeichen besser sein als am 16. Februar (als die Kontrolleure die Freigabe verweigerten).

„Wir sind ganz entspannt und glauben, dass wir ein positives Ergebnis erzielen werden“, sagt der vorläufige Insolvenzverwalter Hubert Ampferl (43) zur tz. Inzwischen habe man über 70 000 Euro investiert. „Wir sind guten Mutes. Die Anlagen sind in einem Top-Zustand, mit Sicherheit haben wir jetzt eine der saubersten Bäckereien in ganz Deutschland.“

Es sei geplant, die gesamte Halle kontrollieren zu lassen. Diese ist durch eine Wand zweigeteilt, jeder Teil ist 10 000 Quadratmeter groß. Die einzelnen Backlinien werden jeder Teil für sich freigegeben. Am Montag werden die leistungsstarken Linien geprüft, die übrigen Linien sollen folgen. Ampferl betonte, dass auch, falls nur eine der Betriebshälften freigegeben werden sollte, eine „Vollversorgung gewährleistet“ sei. „Dann kann Müller-Brot aus eigener Kraft nahezu das volle Sortiment anbieten außer einigen süßen Teilchen.“

Auf die Frage, wie es weitergeht mit Müller-Brot, sagte Ampferl, dass die Gespräche mit potenziellen Investoren intensiv weitergeführt werden. Ob der Verkauf des gesamten Unternehmens gelingt, könne er heute noch nicht versprechen. „Als Verwalter kann man nur alles für das Gelingen einer Lösung zu tun.“ Müller-Brot sei das schwierigste Insolvenzverfahren seiner Laufbahn.

svs

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