Horror über den Wolken

Triebwerk fällt aus! Dramatische Notlandung in München

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Passagier Seth Vargo erlebte die bangen Minuten an Bord.

Was für ein Horror! Kurz nach dem Start in München musste ein Flugzeug umdrehen und notlanden. Vorher spielten sich dramatische Szenen an Bord der Maschine ab.

München - Ein lauter Knall, dann schaukelt das Flugzeug. „Passagiere haben vor Angst geschrien, einige haben sich aneinander festgeklammert, andere haben geweint“, berichtet eine Augenzeugin. Es sind dramatische Szenen, die sich am Mittwochmorgen auf dem United-Airlines-Flug UA31 von München nach Newark bei New York abspielen.

Crew bereitet die Passagier an Bord auf die Notlandung vor

An Bord: 189 Passagiere und elf Crew-Mitglieder. Das Flugzeug startet um 9.48 Uhr in München – gut 20 Minuten nach dem Start setzen die Piloten laut Flugsicherheitswebsite The Aviation Herald wieder zur Landung am Münchner Flughafen an. Passagier Seth Vargo (27) aus Pittsburgh berichtet, die Passagiere seien von der Crew informiert worden, dass ein Triebwerk ausgefallen sei. „Die Flugbegleiter haben uns dann gezeigt, in welche Position wir für die Notlandung gehen sollen.“

Warum musste die Boeing 767 in München notlanden?

Der Grund für das Umkehren des Flugzeugs: Das rechte Triebwerk war ausgefallen, sagt Kathrin Stangl vom Flughafen München. „So etwas passiert nicht oft, kann aber schon mal vorkommen.“

Auf etwa 4000 Metern Höhe versagte das Triebwerk, die Crew stellte es danach ab. Da die Boeing 767 nur zwei Triebwerke besitzt, ist der Ausfall laut Experten schwerwiegender als etwa bei einer vierstrahligen Maschine. Ein solcher Ausfall werde im Flugsimulator jedoch regelmäßig geprobt und gehöre zum normalen Handwerk eines Piloten.

Die Maschine landet in München, der Flug kommt laut United offiziell um 10.52 Uhr wieder an. Zunächst dürfen die Passagiere das Flugzeug noch nicht verlassen. Die Feuerwehr rückt an. „Wenn das Flugzeug gerade erst gestartet ist, ist es noch sehr schwer. Da kann es bei der Landung sein, dass die Bremsen überhitzen“, sagt Kathrin Stangl vom Flughafen.

Die Boeing 767 nach der Ankunft in München.

„Das waren noch mal schlimme Minuten, als wir im Flugzeug warteten“, erzählt die Augenzeugin. Schließlich gibt die Feuerwehr grünes Licht. Die Reisenden werden mit Bussen abgeholt, die Maschine abgeschleppt. United entschuldigt sich bei den Passagieren für die Unannehmlichkeiten. „Wir kümmern uns aktuell darum, dass die Kunden ihre Reisen heute abschließen können“, so eine Sprecherin am Donnerstag. Das Flugzeug werde aktuell begutachtet. Passagier Seth Vargo lobt das Verhalten der United-Crew, diese sei ruhig geblieben. Er wurde bereits am Mittwoch auf einen anderen Flug umgebucht.

Im November hatte es ebenfalls auf dem Flug UA31 der Linie von München nach Newark einen Vorfall gegeben: Die Maschine musste in London notlanden, mehrere Passagiere hatten über Übelkeit und Schwindel geklagt.

Horror über den Wolken haben Passagiere vor Kurzem auf einem Flug von New York nach Dallas erlebt. Dramatische Szenen müssen sich an Bord der Boeing abgespielt haben, wie Augenzeugen berichten.

Ramona Weise

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