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Frust statt Flug: Tochter von Münchner Leinwand-Star ärgert sich über Chaos am Airport

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Von: Sophia Oberhuber

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„Cancelled“: Lufthansa streicht unter anderem wegen Personalmangels Flüge
„Cancelled“: Lufthansa streicht unter anderem wegen Personalmangels Flüge. © imago

Probleme und Engpässe in der Luftfahrtbranche bekommen aktuell auch die Fluggäste in München zu spüren. Zu spüren bekam das am Wochenende auch eine Münchner Schauspielerin.

Voller Vorfreude fuhr Josephine Kroetz am Freitag an den Flughafen. Seit sieben Jahren der erste Urlaub ohne Mann und Kind, seit Monaten geplant. Die Münchner Schauspielerin wollte eine Freundin in Valencia besuchen. Doch aus der Reise wurde nichts: Die Airline stornierte den Flug kurzfristig – und statt im sommerlichen Spanien stand Kroetz in einer Warteschlange am Flughafen.

Münchner Schauspielerin ärgert sich über Absagen und Chaos am Airport

„Das ist kein Totalversagen mehr, liebe Lufthansa, das ist ein kompletter Kontrollverlust“, schreibt die 33-jährige Tochter von Franz Xaver Kroetz und Marie Theres ­Kroetz-Relin über die Airline. Das Chaos begann, als ­Kroetz am Freitag die Sicherheitskontrolle passierte und nach ihrem Gate sehen wollte. Doch statt einer Gate-Nummer hieß es auf dem Monitor: Flug annulliert. Lufthansa informierte die Münchnerin darüber auch per ­E-Mail – eineinhalb Stunden vor Abflug!

„Ich konnte es gar nicht glauben, eben war doch alles noch in Ordnung gewesen: Kroetz wandte sich ans Service Center. Doch weil ihrer Einschätzung nach etwa 50 Flüge gestrichen wurden, wand sich bald „eine Riesenschlange mit bestimmt mehr als 1000 Menschen quer durch das Terminal 2“. Während Lufthansa per Durchsage über Inlandsflüge informierte, seien zu Auslandsflügen keine Informationen mitgeteilt worden.

München: Luftfahrtbranche leidet unter Engpässen und Personalmangel

Auf Anfrage bei der Fluglinie teilt eine Sprecherin mit, dass die gesamte Luftfahrtbranche unter Engpässen und Personalmangel leide. „Streiks der Flugsicherheit, Wetterereignisse und insbesondere eine erhöhte Corona-Krankenquote haben das System nun zusätzlich belastet“, heißt es. Auch Eurowings kämpft mit Problemen, Easyjet hat Flüge gestrichen. Streiks bei Ryanair, Brussels Airlines und SAS verschärfen die Lage weiter.

Bereits vor einigen Wochen hat die Lufthansa für Juli etwa 900 Flüge aus dem System genommen. Für den Sommer sollen weitere 2200 von etwa 80 000 Flügen in Frankfurt und München wegfallen. Zusätzlich seien vereinzelte kurzfristige Streichungen möglich. Die Ausfälle sind auf alle Wochentage verteilt, beträfen aber keine klassischen Urlaubsziele. Storniert werden insbesondere innerdeutsche und innereuropäische Flüge, „bei denen eine entsprechende Reisealternative per Flug oder Bahn angeboten werden kann“.

Josephine Kroetz hilft das nichts, sie hat bis gestern nichts von der Lufthansa gehört. Drei Stunden lang stand die Münchnerin am Freitag noch in der Schlange, ohne Ergebnis. Sie fuhr zurück nach Hause. Die Telefon-Hotline der Lufthansa war wegen „außergewöhnlich hohen Anrufaufkommens“ nicht erreichbar. Um eine Erstattung geht es Kroetz gar nicht. Eigentlich will sie nur auf ein anderes Wochenende umbuchen – und dann endlich ihre Freundin in Valencia besuchen. SO

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