Förderung endet am 31. Dezember

Grüne protestieren gegen das Aus für den Steg

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Georg Grau muss die Kult-Gaststätte "Zum Steg" wohl bald schließen.

München - Die Kult-Gaststätte "Zum Steg" steht vor dem Aus! Zum Jahresende wird die Förderung eingestellt. Nun laufen die ersten Politiker Sturm.

Der Steg am Scheideweg! Das städtische Referat für Arbeit und Wirtschaft stellt die Förderung für die alkoholfreie Gaststätte „Zum Steg“ an der Dachauer Straße (Maxvorstadt) zum 31. Dezember ein. Die Grünen im Stadtrat laufen Sturm. „Der Stadtrat hat die Finanzierung genehmigt“, sagt Stadträtin Lydia Dietrich. Ein Eilantrag ist eingereicht! In der Gaststätte gibt es keinen Alkohol. Suchtkranke können dort nicht nur essen, sondern auch arbeiten. Jobcenter und Arbeitsreferat hatten daher die Förderung übernommen. Leute sollten auf diesem Weg wieder in den Arbeitsmarkt zurückfinden.

Das Jobcenter hat die Förderung bereits zum 31. März eingestellt. Grund: Der Betrieb entspreche nicht den Förderrichtlinien, sagt ein Sprecher. Unter anderem mache der Steg umliegenden Lokalen Konkurrenz. In der Gaststätte arbeiten Suchtkranke, betreut von einem Sozialpädagogen im Verhältnis vier zu eins. „In anderen Projekten kommt ein Betreuer auf zwölf oder 14“, sagt Georg Grau (56), Geschäftsführer des Trägervereins Club 29. Das sei eben der Vorteil des Stegs.

Künftig Begegnungsstätte für Suchtkranke?

Vier bis sieben Angestellte führt der Steg pro Jahr zurück in den Arbeitsmarkt. Dem Referat für Arbeit und Wirtschaft reicht das nicht. Man sei mit dem Ergebnis angesichts der Kosten von monatlich rund 1150 Euro pro Mitarbeiter nicht mehr zufrieden. Stand jetzt: Der Steg wird als Begegnungsstätte für Suchtkranke fortgeführt, finanziert durch das Sozialreferat.

Die Gaststätte selbst betreiben, kann der Club 29 übrigens nicht. Georg Grau: Verdienen würde man an Getränken. Am Alkohol. „Das ist unsere Krux.“

ska

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