War es Brandstiftung?

Mega-Schaden: Beachvolleyball-Halle brennt völlig aus

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Von der Beachvolleyballhalle in Aschheim ist nicht mehr viel übrig.

München - Für Robert Finkel, den Besitzer des Roberto-Beachclubs in Aschheim, ist es eine Katastrophe. Eine seiner millionenteuren Indoor-Beachvolleyball-Hallen ist vollständig ausgebrannt. Der Verdacht der Brandstiftung steht im Raum.

Autofahrer sahen am Montag gegen 5 Uhr von der Umlandstraße aus den dicken Rauch über der Anlage am Eventpark aufsteigen. Sie alarmierten über den Notruf die Feuerwehr. Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr Aschheim eintrafen, stand eine der beiden überdachten Glashallen bereits in Vollbrand. „Es muss zu diesem Zeitpunkt schon eine Weile gebrannt haben“, sagt Kommandant und Einsatzleiter Helmut Meier. Die kompletten Glasscheiben seien bereits durch die Hitze des Feuers zerborsten gewesen.

Bilder: Feuer zerstört Beachvolleyballhalle

Da das Ausmaß des Brandes doch größer als gedacht war, rief der Kommandant noch die Kameraden der Feuerwehr Dornach hinzu. 40 Einsatzkräfte traten den Kampf gegen die Flammen an. Innen löschten sie unter schwerem Atemschutz. Außen kam die Drehleiter zum Einsatz. Bis zur Mittagszeit waren die Feuerwehren mit Löscharbeiten und Brandwache beschäftigt. Am Ende bleibt nichts als ein Stahlgerippe der einstigen Halle. Alles andere hat das Feuer zerstört.

Nach ersten Informationen ging das Feuer vermutlich vom Küchenbereich der Halle aus und griff dann auf die Umkleiden und die Holzverkleidungen über. Die Ursache ist noch unklar. Die Brandfahnder der Polizei haben die Ermittlungen aufgenommen. Besitzer Robert Finkel schließt eine Brandstiftung nicht aus. Denn wie sich laut Finkel herausstellte, war ein Bürocontainer aufgebrochen worden. Wie es nun mit dem Beachclub weitergeht, konnte Finkel gestern noch nicht sagen. „Ich muss das erst einmal alles realisieren“, sagt er. „Im Moment ist aber erst mal Sense.“ Mehrere gebuchte Veranstaltungen wie etwa eine Hochzeitsfeier am Samstag müssen abgesagt werden. Schlimmer als der materielle Schaden, der angeblich in die Millionen geht, ist für Finkel der menschliche Schaden. „Es hängt hier viel Herzblut dran.“

Vor zehn Jahren hatte er den Beachclub mit Außenanlagen, Cocktailbar, Sandstrand und Beachvolleyball-Plätzen aufgebaut. „Ein Paradies im Dschungel der Großstadt“, heißt es auf der Homepage des Clubs. Im Winter konnte man hier in den überdachten Indoor-Hallen Beachvolleyball spielen. Die Hallen wurden im Winter auch gern für Veranstaltungen und große Events gebucht. Nun steht Robert Finkel vor den Trümmern seines Traums. Aber er ist jetzt schon sicher: „Ich werde das alles wieder aufbauen, irgendwie kriegen wir das schon hin.“

Patricia Kania

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