Nummer 3 in der Welt

Flughafen München ist wieder Europameister

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Seriensieger (v. l.): Skytrax-Präsident Edward Plaisted, Finanzminister Markus Söder und FMG-Chef Michael Kerkloh mit den Meistertrophäen.

Flughafen - Der Flughafen München ist der beste in Europa und die Nummer drei in der Welt. Das ist das Ergebnis der Skytrax-Umfrage 2014 unter 13 Millionen Passagieren.

Die „große Airportfamilie“, so FMG-Chef Michael Kerkloh beim Festakt am Donnerstag im noblen Terminal 1-Restaurant Il Mondo, hat es geschafft: Der Europameistertitel der Flughäfen ist ins Erdinger Moos zurückgekehrt. Es ist zwar der siebte Titel bei den World Airport Awards, doch vor einem Jahr war Amsterdam an München vorbeigezogen.

Dieser sportliche Erfolg geriet bei der Meisterfeier fast ein wenig in den Hintergrund. Denn knapp 13 Millionen Passagiere haben in der Erhebung des Londoner Beratungsinstituts Skytrax dem Drehkreuz des Südens in vielen Bereichen Bestnoten gegeben. Als bester europäischer Flughafen ist München automatisch auch die Nummer 1 in Zentraleuropa. Weltweit liegt „MUC“ hinter Singapur und Seoul auf Platz drei. In der Kategorie bis 40 Millionen Passagiere pro Jahr liegt der Moos-Airport sogar an der Weltspitze.

Doch Skytrax-Präsident Edward Plaisted hatte noch mehr Urkunden im Gepäck: In den Einzelkategorien Restaurants, Aufenthaltsqualität & Erlebniswert sowie VIP-Terminals erreichte die weiß-blaue Luftverkehrsdrehscheibe im globalen Ranking jeweils den zweiten Platz. Besonders stolz ist Kerkloh für den Titel „Beste Flughafenmannschaft Europas“.

Gefeiert wurde deswegen nicht nur FMG-intern, sondern mit vielen Partnern auf dem Campus, allen voran Lufthansa, aber auch Landes- und Bundespolizei sowie Bürgermeistern aus der Region. Kerkloh sagte, die Bewertung belege die Anstrengung jedes einzelnen der 33 000 Beschäftigten am Flughafen, besten Service zu bieten. Zugleich bat er, die Topnoten als Ansporn zu nehmen, noch besser zu werden.

FMG-Aufsichtsratsvorsitzender und Finanzminister Markus Söder sagte: „Deutschland ist Welt-, der Flughafen München Europameister.“ Den Moos-Airport bezeichnete er als „exzellente Visitenkarte Bayerns in der Welt“ sowie als „herausragendes strategisches Instrument der Staatsregierung“. Auf diese Entwicklung sei er „sehr stolz“. Der Flughafen sei ein Grund für die „besten wirtschaftlichen Chancen Bayerns“.

Diese Positionierung nahm Söder zum Anlass, für den Ausbau der Luftverkehrsinfrastruktur im Allgemeinen sowie die dritte Startbahn im Besonderen zu werben. „Ich bekenne mich zur Expansion.“ Er forderte den Bund auf, mehr für die Branche zu tun. Sonst drohe man den Anschluss an Staaten zu verlieren, die im Moment gezielt in die Luftfahrt investieren. Als Beispiel nannte er den Flughafen in Istanbul. Die dritte Bahn nannte Söder eine „ganz wichtige Infrastrukturmaßnahme“. Es bleibe aber beim (Zeit-)Plan, den Rechtsstreit abzuwarten.

Hans Moritz

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