Überfall auf 73-jähriges Herrchen

So mutig hat Labrador Maxl einen Räuber vertrieben 

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Verdiente Pause: Der tapfere Maxl genießt seine Ruhe.

Geltendorf - Als ein 73-jähriger Rentner am Mittwochabend seine Terrassentür öffnet, steht plötzlich ein Räuber vor ihm. Er fordert Geld - doch da kommt Labrador Maxl angestürmt. 

Es ist kalt und ungemütlich am Mittwochabend, draußen ist es stockfinster. Gegen halb neun öffnet Paul Bachmair (Namen geändert) die Terrassentür seines Häuschens in der Geltendorfer Bahnhofstraße.

Er will den Hund rufen, der noch in dem großen Garten herumläuft. Plötzlich steht ihm ein Fremder gegenüber, ganz in Schwarz gekleidet, mit einem Holzknüppel in der Hand. Der Mann schreit etwas von Geld. Brutal stößt der Räuber den gebrechlichen 73-jährigen Rentner gegen die Wand, will sich an ihm vorbei ins Haus drängen. Doch er hat nicht mit Maxl gerechnet. Der siebenjährige Labrador stürmt herbei und springt den Angreifer an.

„Er hat sich im Mantel des Räubers verbissen“, erzählt Paul Bachmair. „Vielleicht hat er ihn auch gebissen. Der Mann hat geschrien.“ Der Räuber reißt sich los, stolpert davon. Der Senior bekommt noch mit, wie der Mann auf einem Fahrrad davonfährt.

Total geschockt stolpert er zum Telefon, ruft eine Bekannte vom Seniorenbeirat an. „Ich hab’ so geweint.“ Die Frau kommt sofort, kümmert sich, ruft die Polizei. Trotz intensiver Suche finden die Beamten von dem Räuber aber keine Spur mehr.

"Gestern Abend hat er mir das Leben gerettet"

Am Tag danach liegt Paul Bachmair auf dem Sofa. Der Schreck sitzt ihm noch in allen Knochen. „Geh’ her, Maxl“, ruft er. Der Hund springt zu ihm, kuschelt sich an den Zweibeiner wie eine Schmusekatze. „Gestern Abend hat er mir das Leben gerettet“, sagt Paul Bachmair und schluckt. „Ich hätte tot sein können.“

Der Senior lebt allein, Hund Maxl ist sein bester Freund, „fast wie mein Kind“. Draußen läuft der Hund ohne Leine mit seinem Herrchen mit, ist zu allen Leuten freundlich. Die Schulkinder, die morgens und mittags am Grundstück vorbei laufen, lieben ihn. Doch wenn seinem Herrchen Gefahr droht, dann versteht der Labrador keinen Spaß.

Die Polizei sucht unterdessen nach Zeugen, die den Räuber gesehen haben. Der Mann soll zwischen 18 und 20 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß und schlank sein. Er trug eine Brille, einen langen schwarzen Mantel und eine schwarze Mütze.

Nach dem Überfall flüchtete er mit dem Fahrrad über die Bahnhofstraße Richtung Bahnhof. Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck unter der Telefonnummer 08141/61 20 entgegen.

Ulrike Osman

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