Kater Fellini hingerichtet

Mysteriöser Katzenmord in Dachau

Gilt als extrem verschmust: die Maine-Coon. foto: archiv

Dachau - Kater Fellini ist buchstäblich hingerichtet worden. Dem anhänglichen Familientier ist von einem unbekannten Unmenschender Nacken durchstoßen worden. Das rief nun die Tierrechtsorganisation PETA auf den Plan.

„Ich habe schon viel erlebt. Aber so ein Fall ist uns bisher noch nicht zur Kenntnis gelangt“, sagt Silvia Gruber, Vorsitzende des Dachauer Tierschutzvereins. „Was reitet jemanden, so etwas zu tun?“ Die unglaubliche Tat ereignete sich zwischen dem 6. und dem 9. Dezember. Gefunden wurde der eineinhalb Jahre alte Maine-Coon-Kater am vergangenen Sonntag von Nachbarn in einem Garten in der Reichenberger Straße in Dachau-Ost. Der Anblick muss furchtbar gewesen sein. Fellinis Nacken war aufgeschlitzt und regelrecht durchstoßen worden, ein Stück des Fells entfernt. Der Täter muss Fellini mit dem langen, wuscheligen Fell und dem buschigen Schwanz zu Boden gedrückt haben, um ihn auf diese Weise töten zu können, meint PETA-Sprecher Bartek Langer. Mangels Blutspuren geht die Polizei davon aus, dass Fellini nicht in dem Garten getötet worden war. Zwei Dinge machen die Tat noch mysteriöser: Es ist keinerlei Motiv zu sehen, kein Nachbarschaftsstreit oder ähnliches. Und: Tage zuvor hatten auf der Terrasse der Familie Tierdärme gelegen - offensichtlich eine Warnung.

„Tiere müssen vor derartigen Übergriffen geschützt werden. Kaltblütigen Handlungen gegenüber Tieren liegen oft schwerwiegende psychologische Störungen der Täter zugrunde. Möglicherweise schrecken der oder die Täter auch vor Gewalt an Menschen nicht zurück“, so so Kathrin Eva Schmid, Recherche-Koordinatorin bei PETA. Aus diesen Gründen setzt ihr Verein eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters führen. Zeugen können sich telefonisch unter 01 52/37 32 54 00 oder bei der Polizei Dachau unter 0 81 31/56 10 melden. „Die Belohnung setzt den Täter unter Druck“, sagt Polizeisprecher Michael Richter. „Wir wissen wenig über die Beweggründe. Vielleicht gibt es jemand, der etwas weiß und Bescheid gibt.“

Die Familie hatte ihren Kater seit Donnerstag vermisst. In ihrer Verzweiflung verteilte sie Plakate. Drei Tage später wusste sie: Alle Mühe war vergebens. Ihr geliebter Fellini war tot.

(zim)

Auch interessant

Meistgelesen

Supermarkt stellt diesen ganz besonderen Kühlschrank auf - und wird dafür gefeiert
Supermarkt stellt diesen ganz besonderen Kühlschrank auf - und wird dafür gefeiert
Hohenlindenerin kämpft mit weichen Bandagen
Hohenlindenerin kämpft mit weichen Bandagen
Schwerer Unfall auf der Flughafentangente: Skoda kracht in Mercedes 
Schwerer Unfall auf der Flughafentangente: Skoda kracht in Mercedes 
Münchner Wirt übernimmt Traditionsgaststätte
Münchner Wirt übernimmt Traditionsgaststätte

Kommentare