Drei Schwerverletzte auf der A 92

Geisterfahrer verursacht zwei Unfälle und stirbt

Erding - Zwei schwere Unfälle haben sich in kürzester Zeit auf der A 92 zwischen Moosburg Süd und Erding ereignet. Die Autobahn ist in diesem Bereich gesperrt. Schuld soll ein Geisterfahrer sein, der bei dem Unfall ums Leben kam.

Schon wieder hat es in Bayern einen furchtbaren Unfall wegen eines Geisterfahrers gegeben. Diesmal fuhr kurz vor Freitagmittag auf der A 92 Deggendorf-München ein 80-Jähriger aus dem Landkreis Landshut auf der falschen Seite - es kam kurz hinter Moosburg zu zwei Unfällen. Der Falschfahrer kam dabei ums Leben, drei weitere Menschen wurden schwer verletzt.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord berichtete, dass gegen 11.40 Uhr der Fahrer eines Opels Agila auf der Fahrbahn nach München in der entgegengesetzter Richtung unterwegs war. Zwischen den Anschlussstellen Moosburg-Süd und Erding kollidierte der Opel zunächst mit einem Richtung München fahrenden Ford-Van. Der mit zwei Männern besetzte Wagen kam nach rechts von der Fahrbahn ab und blieb nach einem Überschlag liegen. Beide Insassen, erlitten schwerste Verletzungen: Der 61-jährige Fahrer schwebte auch am Freitagabend noch in Lebensgefahr, sein 44-jähriger Beifahrer muss auch noch länger in der Klinik bleiben. Beide stammen aus dem Landkreis Freising.

Bilder: Geisterfahrer verursacht zwei schwere Unfälle auf der A 92

Trotz des Zusammenstoßes bretterte der Geisterfahrer weiter und rammte 500 Meter das nächste Auto - den BMW einer 31-jährigen Münchnerin. Die Frau wurde schwer verletzt. Der Geisterfahrer überlebte diesen Unfall nicht - er starb noch an der Unfallstelle. Die A 92 war bis 16 Uhr in Richtung München  zur Unfall-ermittlung und zur Bergung der Wracks total gesperrt. Eine Ausleitung des Verkehrs erfolgte an der Anschlussstelle Moosburg. Ein Gutachter wurde hinzugezogen.

Mit diesem Unfall geht die schreckliche Serie an Geisterfahrten weiter: Mitte November war eine Frau, die ihre drei Kinder getötet hatte, in Selbstmordabsicht auf der A 92 als Falschfahrerin unterwegs. Sie fuhr gegen eine Leitplanke und wurde schwer verletzt. Sechs Wochen zuvor hatte es in Hirschaid (Oberfranken) fünf Tote bei einer Geisterfahrt gegeben. Alleine seit Weihnachten gab es in Bayern ohne die erneute mindestens vier Geisterfahrten, dabei wurden drei Menschen verletzt. Am Neujahrsabend hatte ein betrunkener Lastwagenfahrer auf der A1 bei Bremen gewendet, mehrere Autos fuhren in den Lkw. Zwei Insassen starben.

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