Nach 17 Jahren

Wasserleiche aus Ammersee geborgen

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Der Ammersee. Hier aus Echinger Sicht.

Utting/Dießen - Da hätte wohl keiner mehr mit gerechnet: Am Ammersee haben Taucher die Leiche eines Mannes geborgen, der dort vor 17 Jahren verunglückt ist. Damals wollte er eigentlich nur seinem Enkel helfen.

Der damals 62-jährige Mann aus dem Landkreis Landsberg war im August 1997 mit seiner Familie auf dem Ammersee unterwegs, vor Holzhausen segelten sie auf einem Boot durchs Wasser. Die Enkel tobten und spielten und gingen schließlich schwimmen. Sie kletterten aus dem Boot, einer der beiden Buben geriet dabei in Schwierigkeiten. Der Opa wollte ihm helfen und stürzte dabei selbst in den See. Er tauchte nicht mehr auf - und wurde damals selbst bei einer großen Suchaktion nicht gefunden. So berichtet es die Polizei.

Jetzt kam die Technik zu Hilfe. Eine Münchner Tauchfirma, spezialisiert auf Suche und Bergung, ortete mittels Sonartechnik vor wenigen Wochen im Ammersee nahe der damaligen Unglücksstelle einen Leichnam in 60 Meter Tiefe. Am Mittwoch-Nachmittag gelang die Bergung des Leichnams. Zusammen mit der Wasserwacht Utting und der Feuerwehr Dießen wurde der Leichnam anschließend an Land gebracht.

Relativ schnell war klar, dass es sich um den vor 17 Jahren verschwundenen Mann, über dessen genauere Herkunft die Polizei aus Rücksicht auf die Angehörigen nichts bekanntgibt, handelt. Eine Todesursache konnte nicht mehr festgestellt werden. Es ergaben sich aber keine Anhaltspunkte auf Gewalteinwirkung.

mm

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