Frauenmord: Polizei vernimmt Patienten und Mitarbeiter

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Die 39-jährige Frau wurde in der Nacht zum Dienstag in einer Fachklinik im Kurort Bad Grönenbach (Landkreis Unterallgäu) getötet.

Bad Grönenbach - Eine Frau wird in einer Klinik getötet - von wem, ist bislang unbekannt. Die Polizei hüllt sich jedoch in Schweigen - sie will nichts verraten, was nur der Täter wissen kann. Die Spurensicherung läuft.

Auf der Abschiedsparty im Aufenthaltstraum nippte Michaela H. (39) eher zurückhaltend an ihrem Sektglas. Die Leute im Zimmer kannte sie erst, seit sie wegen ihres Tinnitus in der Rehaklinik war. Es herrschte eine entspannte Stimmung, trotz oder vielleicht obwohl man sich erste kaum kannte. Auch noch als einer der Gäste gegen 23 Uhr die Party verließ und allen einen schönen Abend wünschte. Am nächsten Morgen aber, eine Schwester hatte das Einzelzimmer von Michaela betreten, war klar, dass sich in dieser Nacht in der Klinik am Stiftsberg in Bad Grönenbach (Kreis Unterallgäu) Teuflisches ereignet hatte: Michaela lag tot in ihrem Zimmer, nach einer Obduktion war zweifellos klar: Mord!

Über die genaue Ausführung schweigen die Ermittler, es wird nur von massiver Gewalteinwirkung gesprochen. Am Sonntag, am fünften Tag seit der Entdeckung der Tat, haben die Kripobeamten mit inzwischen über 50 Personen - Patienten und Personal - gesprochen, das Delikt blieb aber ungeklärt. Das gleiche Resultat lieferte die Auswertung der vielen Spuren.

Zahlreiche Spekulationen um Tatwaffe

„Aufgrund der aufwendigen Spurensicherung ist davon auszugehen, dass die erforderliche Auswertung dieser Spuren noch Tage andauern wird“, hieß es seitens der Polizei. Opfer Michaela H., die alleinstehend war und in Karlsfeld (Kreis Dachau) wohnte, soll am Montag von der Staatsanwaltschaft Memmingen zur Bestattung freigegeben werden. Ihre Angehörigen baten um Zurückhaltung.

Unterdessen herrscht in dem Kneipp-Kurort weiter Verunsicherung und gar unterschwellige Angst vor dem oder die Mörder. Sie könnten ja im Ort sein, an der nächsten Ecke stehen, vielleicht sind sie sogar noch in der Klinik - als Patienten. Da aus der eingesetzten Ermittlungsgruppe der Kripo kaum Informationen nach außen dringen, wird in den Gaststuben und auf den Straßen umso heftiger spekuliert. Jemand will gehört haben, dass die Frau ein Messer in der Brust hatte, ein anderer bringt ein Thermometer ins Spiel, dessen Rolle bei der Gewalttat mysteriös sein soll. Für nichts davon gibt es Bestätigungen.

MC

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