Massen-Karambolage auf der A92 - Stau

Unterschleißheim - Bei einer Massenkarambolage sind in der Früh auf der A92 Richtung Deggendorf drei Menschen schwer verletzt worden. Ein Sattelzug hatte den Serienunfall bei Unterschleißheim ausgelöst, als er auf dem Standstreifen ins Stauende prallte.

Schwerer Unfall bei Unterschleißheim

Von dem BMW eines 23-jährigen Rosenheimers blieb nur noch ein großer Blechhaufen übrig. Zerquetscht zwischen zwei Transportern grenzte es gestern auch für die Rettungskräfte an ein Wunder, dass der Rosenheimer aus diesem Wrack zwar schwer verletzt, aber noch lebend herauskam.

Um 8.30 Uhr ging bei der Feuerwehr der Alarm ein: Verkehrsunfall mit einem LKW auf der A 92 Richtung Deggendorf an der Anschlussstelle Unterschleißheim. Nach ersten Informationen der Polizei staute sich hier zuvor der Verkehr an der Abfahrt bis zum Standstreifen zurück. Aus bislang noch ungeklärter Ursache geriet genau dort ein 29-Jähriger mit seinem 40-Tonner von der rechten Fahrbahn auf die Standspur. Mit voller Wucht prallte er in einen stehenden Münchner Kleintransporter mit Anhänger und schleuderte nach links auf die Autobahn zurück. Quer zur Fahrbahn blieb der Sattelzug stehen.

Währenddessen krachte gleich einer Kettenreaktion der Kleintransporter auf den BMW des 23-jährigen Rosenheimers und schob den Wagen auf einen davor stehenden Transporter aus Solingen. Eingequetscht zwischen den Transportern war der Rosenheimer in seinem Wagen eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Auch ein Transporter aus Hanover, ein VW aus Bad Tölz, ein Opel eines Fürstenfeldbruckers und ein Münchner mit seinem Mercedes wurden aufeinandergeschoben. Neben dem 23-jährigen BMW-Fahrer erlitten der 29-jährige Sattelzugfahrer und ein 54-jähriger Mann aus dem Landkreis München schwere Verletzungen. Sie alle wurden mit dem Rettungsdienst in naheliegende Krankenhäuser gebracht.

Die Fahrbahn Richtung Deggendorf musste für die Zeit der Unfallaufnahme und die Versorgung der Verletzten kurzzeitig gesperrt werden. Die Autobahnmeisterei riegelte die Anschlussstelle Oberschleißheim komplett ab. Der Verkehr wurde von dort auf die B 13 und auf der Autobahn einspurig an der Unfallstelle vorbei geleitet.

Der Stau erstreckte sich über mehrere Kilometer zurück bis zum Dreieck Feldmoching. Auch auf der Gegenfahrbahn sorgten Schaulustige laut Polizei für erhebliche Behinderungen. Zur Absicherung waren die Feuerwehren aus Oberschleißheim und Badersfeld vor Ort. Die Einsatzkräfte mussten außerdem aus dem beschädigten Tank des Sattelzugs Kraftstoff in spezielle Behälter umfüllen und entsorgen. Den Gesamtschaden des Unfalls beziffert die Polizei auf etwa 125 000 Euro.

Patricia Kania

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